Mini Countryman kommt als John Cooper Works

Ohne die gelb-schwarze Tarnfolie wäre er kaum zu erkennen. Erst bei genauem Hinsehen erspäht man ein paar zusätzliche Anbauteile an Front, Seiten und Heck. Aber auffällig werden diese erst durch die vermeintliche ,Tarnung" in Form der farbigen Abklebung. Das Besondere steckt aber ohnehin unter der Haube. Die Rede ist vom künftig stärksten Mini überhaupt – dem Countryman John Cooper Works, mit dem wir als Prototyp unterwegs sind.

Zirka 220 PS stark
Den Namenszusatz ,John Cooper Works" tragen bei Mini die sportlichen Topversionen. Von allen Modellvarianten gibt es bereits entsprechende Fahrzeuge, nur ein Countryman John Cooper Works fehlt bislang. Künftig wird es auch das SUV mit über 200 PS geben, aktuell ist bei den 184 PS des Cooper S Schluss. Klar ist, dass der aus den anderen John-Cooper-Works-Varianten bekannte 1,6-Liter-Turbobenziner auch in den Countryman Einzug hält. Der leistet bisher 211 PS. Doch da der geländegängige Viertürer mit Allradantrieb über 200 Kilogramm mehr Gewicht auf die Waage bringt als ein herkömmlicher Mini, wird das SUV ein paar Pferdestärken zusätzlich erhalten. Wie viele genau, lässt sich Ingenieur Heinz Krusche, bei BMW für das Thema Fahrdynamik verantwortlich, nicht entlocken. Es werden wohl etwa 220 PS sein, die den Countryman John Cooper Works zum stärksten Serien-Mini machen werden.

Echter Fahrspaß
Der bietet richtig guten Durchzug und sorgt auf unserer kurzen Testfahrt für echten Fahrspaß. Neben dem zügigen Vortrieb gefällt die gewohnt knackige Sechsgang-Schaltung. Mit exakten technischen Daten rückt bei Mini noch keiner raus. Am Ende werden wohl rund sieben Sekunden für den Spurt von null auf Tempo 100 und eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 230 km/h zu Buche stehen. Serienmäßig bekommt der Top-Countryman ein Sportfahrwerk verbaut, das die Karosserie zehn Millimeter näher an den Asphalt rückt. Hohe Fahrdynamik ist damit garantiert, die kurvigen Straßen in den Stubaier Alpen konnten wir problemlos auch mit hohem Tempo absolvieren. Im Vergleich zu den anderen John-Cooper-Works-Geschwistern ist der Countryman aber weniger straff und somit alltagstauglicher ausgelegt. Bei gedrückter Sport-Taste sprechen Lenkung und Gaspedal noch etwas direkter an, im Serienfahrzeug dürfte dann zudem der Sound der Abgasanlage markanter ausfallen.

Premiere auf dem Genfer Salon 2012
Der von uns gefahrene Prototyp lässt bisher nur erahnen, wie sich die Topversion des Countryman optisch präsentieren wird. Doch da hilft ein Blick auf die schon bekannten John-Cooper-Works-Modelle. Neben den erwähnten Änderungen an den Schürzen wird es zusätzliche Spoiler vorne und am Dachende geben, dazu Seitenschweller, Sportauspuffe sowie neu gestaltete 18-Zoll-Leichtmetallräder. Der Innenraum wird durch eine erweiterte Serienausstattung und zusätzliche Zierelemente aufgewertet, zudem erhalten Kunden zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten. Den Countryman John Cooper Works in voller Pracht und ganz ohne Tarnfolie gibt es erstmals auf dem Genfer Autosalon 2012 (8. bis 18. März) zu sehen. Der Markstart für den stärksten Serien-Mini dürfte wenig später erfolgen. Preislich ist mit einem Einstieg zwischen 33.000 und 34.000 Euro zu rechnen.

Bildergalerie: Der stärkste Serien-Mini