Monster-Falke im 1980er-Look

In den USA ist jetzt die Kleinserienproduktion des Falcon F7 angelaufen. Der Supersportler zeigt sich erstmals auf der Auto Show in Detroit (9. bis 22. Januar 2012). Viel Karbon trifft bei dem Wagen auf einen potenten Motor und eine dramatisch aber auch ein bisschen im Old-School-Stil gezeichnete Karosserie. Den Hochgeschwindigkeits-Spaß gibt es für einen vergleichsweise günstigen Preis.

Klassisches Supercar
Die enthusiastischen Mannen von Falcon Motor Sports trauern den Supersportwagen der 1980er-Jahre nach. Aus diesem Grunde haben sie an ihrem Firmenstandort in Holly im US-Bundesstaat Michigan einen Wagen entwickelt, der an diese Ära erinnern soll. Auf jeden Fall hat man sich freigiebig an Designelementen von Ferrari und Lamborghini bedient. Das Chassis des Falcon F7 besteht aus geschmiedetem Aluminium, die Verkleidung und der Mitteltunnel werden aus Karbon gebacken. Das Gesamtgewicht soll laut Hersteller bei 1.263 Kilogramm liegen.

Viel Platz versprochen
Die Außenmaße des F7 gibt Falcon mit 4,42 Meter Länge, 1,98 Meter Breite und 1,12 Meter Höhe an. Dabei ist die Höhe bemerkenswert: Eine Lotus Elise ist ähnlich niedrig, ein Lamborghini Aventador LP700-4 baut bereits zwei Zentimeter höher – bei anderen Serienfahrzeugen geht es nur noch weiter nach oben. Trotzdem versprechen die Designer einen üppigen Innenraum, der selbst für 1,95 Meter große Fahrer geeignet sein soll. Um einer besseren Ergonomie willen lassen sich die Instrumenten-Anzeigen verstellen.

Alles einstellbar
Das Fahrwerk des Falcon F7 lässt sich individuell einstellen. Die Bodenfreiheit gibt der Hersteller mit 13 Zentimeter an. Ein Liftsystem bringt bis zu 20 Zentimeter Luft unter die Vorderachse, was das Befahren von steilen Rampen erst ermöglicht. Die elektrische Servolenkung lässt sich ebenso verstellen. Als Bremsen kommen rundum genutete und innen belüftete Scheiben zum Einsatz – vorne mit einem Durchmesser von 380 und hinten von 355 Millimeter. Das ABS von Bosch kostet Aufpreis.

Corvette-Power
Ein hinter den Insassen platzierter, längs eingebauter Saug-V8 aus Aluminium besorgt im F7 den Vortrieb. Das handgebaute Siebenliter-Aggregat kommt sonst in der Corvette zum Einsatz. Im Falcon generiert es 620 PS bei 6.600 U/min und ein maximales Drehmoment von 793 Newtonmeter bei 5.400 U/min. Die Schaltarbeit wird über eine manuelle, in Transaxle-Bauweise montierte Sechsgang-Schaltung vom Schaltungsspezialisten Ricardo erledigt. Der Schalthebel besteht aus Aluminium. Offiziell bestätigte Fahrwerte gibt es für den F7 noch nicht. Falcon geht davon aus, dass der Sprint von null auf 97 km/h (60 Meilen pro Stunde) in 3,3 bis 3,6 Sekunden erledigt ist. Als Höchstgeschwindigkeit werden 306 bis 320 km/h angegeben.

Zehn Falcon F7 in 2012
Der Falcon F7 wird komplett von Hand zusammengebaut. 2012 sollen gerade mal zehn Fahrzeuge entstehen. Käufer können während der Produktion ihre Individualisierungs-Wünsche äußern – wenn möglich, werden diese von den Falcon-Handwerkern berücksichtigt. Der Preis für den Supersportler klingt beinahe moderat: 178.000 Euro werden pro Manufaktur-Wagen fällig. Zum Vergleich: Ein Porsche 911 GT2 RS mit ebenfalls 620 PS schlägt mit 237.578 Euro zu Buche und der bereits angesprochene Lamborghini Aventador LP700-4 mit 700 PS reißt ein 303.450 Euro großes Loch ins Portemonnaie.

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