Blackbox für Autos geplant

Flugzeuge haben sie, bei Schiffen sind sie an Bord und Autos sollen bald auch eine bekommen: eine Blackbox, also einen Unfalldatenschreiber. Wie die ,Saarbrücker Zeitung" in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, hat sich der Bundestag bereits Ende Mai für die Einführung ausgesprochen.

Bekannt von Flugzeugen und Schiffen
Am bekanntesten ist wohl die Blackbox von Flugzeugen, die aus Flugdatenschreiber und Stimmrekorder besteht. Durch die Analyse der Blackbox lässt sich nach einem Absturz leichter die Unfallursache herausfinden. Bei großen Schiffen und Fähren ist seit 2002 ebenfalls ein solches Gerät vorgeschrieben, das hier Voyage Data Recorder heißt. Für Automobile werden bereits kommerziell einfache Geräte für die Windschutzscheibe angeboten, die im Wesentlichen nur ab einer bestimmten Verzögerung eine Videoaufzeichnung starten. Doch auch ausgeklügeltere Angebote gibt es. So verkauft VDO Kienzle einen Unfalldatenspeicher, der die Längs- und Querbeschleunigung, Richtungsänderungen, die Geschwindigkeit, die Betätigung von Bremsen, Blinkern und mehr aufzeichnet. Experten versprechen sich von solchen Geräten auch, dass sich der Fahrer vorsichtiger verhält.

Kosten und Datenschutz noch ungeklärt
CDU-Verkehrssicherheitsexperte Gero Storjohann sagte der Saarbrücker Zeitung, vor der Einführung der Blackbox müssten noch Kostenfragen und datenschutzrechtliche Aspekte geklärt werden. Nach dem Bericht soll eine Blackbox mehrere hundert Euro kosten. Wie die Zeitung weiter berichtet, gibt es auch in Brüssel Pläne für eine Blackbox-Einführung. So hat der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments die Kommission schon vor einiger Zeit aufgefordert, bis Ende 2012 einen Regelungsvorschlag vorzulegen. Danach soll die Blackbox schrittweise zunächst in Leihautos, später auch in Firmen- und Privatfahrzeugen eingeführt werden.