Neuer Skoda Octavia RS: Bis zu 248 km/h Spitze

Es gibt Autos, auf die warten auch wir Redakteure mit Spannung. Dazu gehört zweifelsohne der Skoda Octavia RS, die Sportvariante des tschechischen Bestsellers. Lange müssen wir uns nicht mehr gedulden: Beim Goodwood Festival of Speed am 10. Juli 2013 wird die Weltpremiere des neuen rasanten Skoda gefeiert.

Wieder ein Diesel und ein Otto
Den neuen RS auf Basis der dritten Generation des Octavia wird es als Limousine und als Kombi geben. Der dynamische Tscheche tritt gegen Konkurrenten wie den Ford Focus ST mit 250 PS und nicht zuletzt gegen die gleich motorisierten VW Golf GTI und GTD aus dem eigenen Konzern an. Wie beim Vorgänger begonnen, kommt die Sport-Auflage wieder in zwei Motorisierungen. Der Diesel holt 184 PS aus zwei Liter Hubraum. Mit dem Selbstzünder und in Verbindung mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe rennt die Limousine in 8,1 Sekunden auf 100 km/h und schafft 232 km/h Spitze. Das kann der 220-PS-Benziner noch besser: Der Zweiliter-Otto bringt die Limousine in 6,8 Sekunden auf hundert und weiter auf 248 km/h. So schnell war ein Serien-Octavia noch nie. Und selbst die Gölfe gucken respektvoll: Der GTD braucht zwar nur 7,5 Sekunden, wird aber auch nur 230 km/h schnell. Und der GTI in der Basisversion sprintet in 6,5 Sekunden in den dreistelligen Bereich, bleibt aber mit 246 km/h zurück.

Handschaltung oder DSG
Um den Verbrauch niedrig zu halten, hat der neue RS ein Start-Stopp-System und eine Bremsenergie-Rückgewinnung ab Werk dabei. Wahlweise steht für beide Motoren ein manuelles Schaltgetriebe oder ein DSG-Doppelkupplungsgetriebe zur Verfügung, alle jeweils mit sechs Gängen. Ein Sportfahrwerk soll sich um die Fahrdynamik kümmern, es senkt die Karosserie im Vergleich zum Standard-Octavia um zwölf Millimeter, beziehungsweise beim Combi RS um 13 Millimeter ab. Eine elektronische Differenzialsperre ist ebenfalls ab Werk dabei. Dank der neuen elektromechanischen Progressivlenkung soll der Fahrer in engen Kurven weniger umgreifen müssen.

Geänderte Schürzen
Die dritte Auflage des RS erkennt man an der geänderten Frontschürze mit wabenvergitterten Luftöffnungen, neuen Bi-Xenon Scheinwerfern mit integriertem LED-Tagfahrlicht, rot lackierten Bremssätteln und einem schwarzen Diffusor. Das Abgas wird durch trapezförmige Chrom-Enden entsorgt. Auch ein Spoiler fehlt nicht: Bei der Limousine auf der Heckklappe, beim Combi RS ist er als Dachkantenspoiler angebracht. Serienmäßig rollt das starke Mobil auf 17-Zöllern, möglich sind Alus bis zu 19 Zoll Größe.

Sportsitze und Lederbezüge
Fahrer und Beifahrer werden von Sportsitzen gehalten. Der Schalthebelknauf, der Handbremsengriff und das Dreispeichen-Lenkrad tragen Lederbezüge, die Einstiegsleisten und die Pedalerie werden aus Edelstahl gefertigt. Die Ausstattungsmöglichkeiten sind vielfältig. So stehen ein Kollisionswarner mit City-Notbremsfunktion, ein Spurhalteassistent und eine Müdigkeitserkennung bereit. Außerdem sind Features wie ein Abstands-Tempomat, ein Fernlichtassistent, ein Parkassistent und eine Verkehrszeichenerkennung zu haben.

Noch kein Preis
Ab Juli 2013 ist der Skoda Octavia RS bestellbar, den Preis hat der Hersteller noch nicht verraten. Die vergleichbaren Golfs starten bei 28.350 Euro für den GTi und 29.350 Euro für den GTD.

Bildergalerie: RS: Schnellster Octavia kommt