Toyota Camatte57s

Haben Sie den Modellnamen Camatte schon mal irgendwo gelesen? Nicht? Nun, es ist keine Bildungslücke, aber in der Tat hat Toyota vor etwa einem Jahr eine Designstudie dieses Namens auf der Tokioter Spielzeugmesse 2012 präsentiert. Auf der diesjährigen Tokyo Toy Show (13. bis 16. Juni 2013) folgt eine weitere Version des Kleinstfahrzeugs.

Dreisitzer mit zentralem Fahrersitz
Der 2012 gezeigte Camatte wies eine geschlossene Karosserie auf. Der verglaste Aufbau ließ sich allerdings beiseite klappen wie beim Messerschmitt Kabinenroller der 50er-Jahre. Der nun präsentierte Camatte57s ist dagegen ein Frischluftauto ohne Dach und sogar ohne vollwertige Windschutzscheibe. Das Wägelchen ist nur drei Meter lang, 1,44 Meter breit und genau einen Meter hoch. Gut sichtbare Nieten halten die Karosseriebeplankungen an Ort und Stelle. 57 von diesen kleinen, leichten Paneelen bilden zusammen mit dem darunter liegenden Rohrrahmen die Karosserie. Die Planken können in unterschiedlichsten Farben und Designs gehalten sein und lassen sich demontieren. Dieser Aufbau erinnert vage an Nicolas Hayeks Swatch-Auto: Der Gründer der gleichnamigen Unternehmensgruppe hatte Anfang der 90er-Jahre ein Kleinstauto erdacht, bei dem sich die Karosserie austauschen lassen sollte – wie bei den Swatch-Uhren das Gehäuse. Aus diesem Konzept entwickelte sich später der Smart Fortwo.

Achtung, Kind am Steuer
Wie bei der Studie Camatte aus dem Vorjahr handelt es sich beim Camatte57s um einen Dreisitzer mit einem zentralen Fahrersitz und zwei Fondplätzen. Das Fahrzeug soll nicht nur den Eltern, sondern der ganzen Familie Spaß machen. Deshalb lassen sich der Fahrersitz und die Pedale so einstellen, dass sogar ein Kind fahren kann. Vom Platz rechts hinter dem Fahrer aus kann dann ein Erwachsener beim Lenken und Bremsen helfen. Bevor sich ein Kind ans Steuer setzt, sollte das Fahrzeug freilich an einen geeigneten Ort abseits öffentlicher Straßen gebracht worden sein.

Kinder sollen Spaß am Fahren entdecken
Angetrieben wird der Camatte57s von einem Elektromotor. Nähere Angaben zu Leistung, Reichweite und Batterietechnik fehlen. Aber der Camatte57s stellt auch keine Technikstudie dar, sondern ist aus anderen Gründen entstanden: Toyota hat sich vom Bild einer Familie leiten lassen, die viel gemeinsame Zeit im Auto verbringt. Indem man die Kinder einbezieht, sollen sie Spaß am Autofahren entwickeln, hofft der japanische Hersteller.

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