Überwachungsverein wirbt auf Messe mit dem VW für sicheres Tuning

Zur Automechnika 2012 in Frankfurt (11. bis 16. September 2012) bringt der TÜV Rheinland ein besonderes Exponat mit: Den getunten Golf 1 von Marco Müller. Der Wagen ist ein Schmuckstück der besonderen Art: Er errang beim Show & Shine-Wettbewerb anlässlich der 4. TÜV Rheinland Tuning Night 2012 den ersten Platz.

TÜV unterstützt im Vorfeld
Als typisches Szene-Auto soll der VW von Marco Müller vor Augen führen, dass spektakulärer Tuning-Trimm und notwendiger TÜV-Segen durchaus miteinander im Einklang stehen können. Berührungsängste mit dem Technischen Überwachungsverein mögen unter Hobby-Schraubern zwar weit verbreitet sein, seien aber in Wahrheit nicht begründet. Schließlich verstünde sich der Verein nicht als Spaßbremse. Die Kölner Sicherheitsexperten möchten vielmehr sicherstellen, dass ein Schrauber-Projekt, in das sehr viel Zeit, Geld und Herzblut investiert werden, nicht bei der Abnahme durchfällt. Bereits im Vorfeld könnten sich daher Tuning-Willige beim TÜV Rat holen.

Altbewährte Blecharbeit
Der 83er-Golf ist im klassischen German Style getrimmt. Kfz-Meister Müller steht nicht so sehr auf konfektionierte Kunststoffteile, sondern eher auf altbewährte Blecharbeit, wie die verbreiterten Radläufe und das gecleante Heck zeigen. Ferner möbeln Chromparts – die Stoßfänger vorne und hinten sowie Außenspiegel des 76er Golf – den Look auf. Der Spoileransatz und den Grill des Diesel-Golfs sollen die Frontpartie hervorheben. Klarglasscheinwerfer verjüngen das Erscheinungsbild des Youngtimers, und mit den rot getönten Rückleuchten kann der Golf auch zum guten Schluss effektvolle Highlights vorweisen.

Farbe kommt von Ford
,Angesichts der glanzvollen Lackierung tippen viele auf ein kostspieliges Effekttopping", erzählt der 39-jährige. ,Dabei handelt es sich jedoch um eine normale Serien-Farbe von Ford USA." Dank des funkelnden Finish kann sich der Golf 1 aus wirklich jeder Perspektive von seiner Schokoladenseite zeigen. Innen wurden die Verkleidung und die Dämmstoffe entfernt, die Sitze stammen vom 76er Modell.

Beachtliche 220 PS
Hochglanzverdichtete 16-Zöller von BBS sind mit 195/45er Kumho-Reifen bezogen. Extra für den Foto-Termin steckte der Kfz-Meister rundum Spurplatten auf, ,damit der Golf noch fetter auf der Straße steht." Ein Gewindefahrwerk senkt den Fahrzeugschwerpunkt deutlich ab, die Federung wurde gestrafft. Ein überarbeiteter G-Lader bläst den 1,8-Liter-Motor tüchtig an. Weitere Performance-Parts wie eine scharfe Schrick-Nockenwelle, eine modifizierte Drosselklappe, eine Supersprint-Auspuffanlage und ein leichteres Schwungrad steigern die Leistung der vierzylindrigen Drehorgel auf beachtliche 220 PS. Nach den Angaben des Besitzers sprintet der Golf in kaum mehr als sechs Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Spitze von 220 km/h.

Szene-Golf beim TÜV