Jahrhundert-Hochwasser 2013

Das Jahrhundert-Hochwasser der Donau und der Elbe mit diversen Nebenflüssen hat mit noch nie da gewesenen Pegelständen Mensch und Natur heimgesucht. Die Bewältigung der Katastrophe funktioniert nicht ohne Nutzfahrzeuge – vom Rettungswagen bis zum schweren LKW für den Sandsacktransport.

Weitermachen, wo andere aufhören müssen
Für Hochwassereinsätze prädestiniert ist der Mercedes Unimog. Er ist sehr geländegängig und kann doch auch in schneller Fahrt den Einsatzort erreichen. Bei Hochwasser ist die Wat-Tiefe von 1,20 Meter von Vorteil. Auch kann der Unimog auf dem Weg zu den Deichen schmale Feldwege befahren, die für größere LKW zu schmal oder zu wenig sicher sind. Mit dem Unimog lassen sich Sandsäcke transportieren und Bootsanhänger ziehen, aber noch viel mehr: Mit einem hydraulischen Ladekran ausgestattet, kann der Unimog Boote ins Wasser heben. Er lässt sich sogar mit einer Staplergabel ausstatten, womit sich gut Sandsäcke verfrachten lassen. Die neuen Unimog-Modelle U 4023 und U 5023 werden von einem neuen Vierzylinder-Diesel mit 230 PS und 900 Newtonmeter Drehmoment angetrieben. Das Sechsgang-Getriebe hat acht Vorwärts- und sechs Rückwärtsgänge, optional gibt es eine Geländeuntersetzung. Der Unterschied zwischen den beiden Typen liegt im Gesamtgewicht: Beim U 4023 beträgt es maximal 10,3 Tonnen, beim U 5023 sind es maximal 14,5 Tonnen.

Reifendruck vom Cockpit aus einstellen
Zu den Geländeeigenschaften gehören ein niedriger Fahrzeugschwerpunkt und günstige Werte bei Böschungswinkel (vorn 44 Grad, hinten 51 Grad), Rampenwinkel (34 Grad), der Steigfähigkeit (45 Grad) und dem seitlichen Neigungswinkel (38 Grad). Die Fahrt mit Allradantrieb wird von zuschaltbaren Differenzialsperren unterstützt. Mit der Reifendruckregelanlage Tirecontrol Plus kann der passende Reifendruck einfach über ein Display im Cockpit eingestellt werden. Vorgegeben sind die Modi Straße, Sand und Schlechtweg.

Mercedes Atego für Feuerwehrfahrzeuge
Feuerwehrfahrzeuge wurden beim aktuellen Hochwasser meist zu Abpumparbeiten eingesetzt. Bei Hochwasser kann es durch Kurzschlüsse aber auch zu Bränden kommen. Die Arbeitstiere der Feuerwehren sind häufig Fahrzeuge auf Basis des Atego oder des Vorgängers LK. Die Mercedes-Modelle Atego, Axor und Actros, in Zukunft auch der neue Arocs, sind auch bei THW, Bundespolizei, Rotem Kreuz, Johannitern und Maltesern im Einsatz. Der Mercedes Sprinter wird als Rettungswagen eingesetzt. Dabei wird die Ausführung mit Tiefrahmen verwendet, die eine geringere Einstiegshöhe in den Patientenraum bietet. Die luftgefederte Hinterachse sorgt für den Fahrkomfort, vor allem für den Patienten. Auch als mobile Basis für die Einsatzleitung eignet sich der Sprinter. Dazu werden im Inneren Laptop- und Funkarbeitsplätze eingerichtet, aufs Dach kommen eine ausfahrbare Funkantenne und eine automatische Satellitenanlage.

Lkw und Omnibusse als Verstärkung
Für die Sandsacklogistik werden oft zivile Nutzfahrzeuge genutzt. Während Sand- und Sacktransporte teilweise von normalen Autobahn-LKW bewältigt werden, bringen Omnibusse wie der Citaro die Hilfskräfte an die Deichbaustellen oder helfen bei der Evakuierung der Bevölkerung. Nach dem Ende einer Katastrophe kommen dann noch zum Beispiel Kehrmaschinen auf Atego- und Unimog-Basis sowie Entsorgungsfahrzeuge auf Antos- und Econis-Basis zum Einsatz.

Unimog & Co im Hochwassereinsatz