Mini John Cooper Works GP

Er soll der sportlichste und schnellste Mini sein, den es bisher gegeben hat. Zudem ist die Auflage streng limitiert. Die Rede ist vom Mini John Cooper Works GP, der auf dem Pariser Autosalon 2012 (29. September bis 14. Oktober) Premiere feiert.

Neuer Turbobenziner mit 218 PS
Angetrieben wird der neue Super-Mini von einem neu entwickelten 1,6-Liter-Turbobenziner. Der kommt ab November 2012 in allen John-Cooper-Works-Modellen zum Einsatz und leistet wie der Vorgängermotor 211 PS. In der GP-Version werden noch einmal sieben Pferdestärken draufgepackt. Bereits ab 1.750 Umdrehungen steht das maximale Drehmoment von 260 Newtonmeter zur Verfügung. Mittels Overboost-Funktion sind ab 2.000 Touren kurzzeitig bis zu 280 Newtonmeter möglich. Die Höchstleistung von 218 PS erreicht das Vierzylinder-Triebwerk bei 6.000 Umdrehungen. Die Kraftübertragung erfolgt über ein Sechsgang-Handschaltgetriebe. Den Spurt von null auf 100 km/h absolviert der John Cooper Works GP in 6,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 242 km/h. Der normale John Cooper Works ist bis zu 238 km/h schnell und benötigt für den Standardspurt 6,5 Sekunden.

Zahlreiche Details aus dem Motorsport
Die Antriebseinheit verdankt ihre Charakteristik diversen Modifikationen und zahlreichen aus dem Motorsport adaptierten Details. Der Zylinderblock und das Lagergehäuse bestehen aus Aluminium. Darüber hinaus gehören unter anderem verstärkte Kolben, ein Zylinderkopf mit besonders hoher Festigkeit, gewichtsoptimierte Kurbelwellen und mit Natrium gefüllte Auslassventile zu den spezifischen Besonderheiten. Der nach dem Twin-Scroll-Prinzip agierende Turbolader erzeugt einen besonders hohen Ladedruck. Eine Benzindirekteinspritzung und eine vollvariable Ventilsteuerung sind weitere Merkmale des Vierzylindermotors. Mit 7,1 Liter auf 100 Kilometer verbraucht die GP-Variante laut Hersteller genauso viel wie der herkömmliche Mini John Cooper Works. Der entsprechende CO2-Emissionswert beträgt 165 Gramm pro Kilometer.

Erstmals mit Gewindefahrwerk
Beim John Cooper Works GP kommt erstmals in einem Mini ein einstellbares Gewindefahrwerk zum Einsatz. Es ermöglicht eine individuelle Fahrzeugtieferlegung um bis zu 20 Millimeter und soll etwa dabei helfen, die Bodenfreiheit an die Erfordernisse unterschiedlicher Rennstrecken anzupassen. Für eine standesgemäße Verzögerung soll eine Sportbremsanlage sorgen, die unter anderem aus Sechs-Kolben-Festsattelbremsen mit innen belüfteten Scheiben an den Vorderrädern besteht. Die gewichtsoptimierten 17-Zoll-Leichtmetallräder wurden exklusiv für das GP-Modell entwickelt und sind mit Sportreifen im Format 215/40 R17 bestückt.

Immer in Grau mit roten Akzenten
Der Mini John Cooper Works GP ist ausschließlich in der exklusiven Lackierung ,Thunder Grey metallic" erhältlich. Als Kontrast dazu sind die Öffnung in der Motorhaube, die Außenspiegelkappen und die seitlichen Lufteinlässe in der Frontschürze rot abgesetzt. Über die beiden Türen zieht sich ein ,GP"-Schriftzug. Weitere Erkennungsmerkmale sind groß dimensionierte Front- und Heckschürzen sowie markante Seitenschweller. Der Heckdiffusor sorgt zusammen mit der Verkleidung des Unterbodens und dem Dachkantenspoiler dafür, dass die Hinterachse weniger Auftrieb bekommt. Die Xenonscheinwerfer befinden sich in schwarzen Gehäusen.

Platz ist nur für zwei
Auch der Innenraum vermittelt Rennsport-Atmosphäre. Auf eine Rücksitzbank wurde komplett verzichtet. Fahrer und Beifahrer nehmen auf Recaro-Sportsitzen Platz. Hinzu kommen ein Lederlenkrad mit dickem Kranz, ein Schaltknauf mit Chromring und roter Schaltschema-Darstellung sowie anthrazitfarbene Zifferblätter für Tacho und Drehzahlmesser. Der Dachhimmel ist anthrazitfarben gehalten, die Interieuroberflächen sind in Klavierlack ausgeführt. Aufgelegt wird der Mini John Cooper Works in einer Kleinserie von 2.000 Exemplaren. Zu haben ist der Renn-Flitzer ab 36.800 Euro, Marktstart ist Ende 2012.

Bildergalerie: Streng limitierter Super-Mini