Pogea macht den Alfa Romeo 4C richtig stark

Normalerweise beschäftigen sich Tuner mit Wagen, die bereits auf dem Markt sind. Anders ist es bei Pogea und dem Alfa Romeo 4C: Der Trendflitzer ist noch lange nicht erhältlich, aber der Tuner Pogea erklärt schon, was man daran wie modifizieren kann.

4C wird wohl erst Ende 2013 ausgeliefert
Die Serienversion des 4C war auf dem Genfer Autosalon im Frühjahr 2013 zu sehen. Durch Leichtbau soll das 3,99 Meter lange Mittelmotor-Coupé nur 895 Kilogramm wiegen. Für den Antrieb sorgt ein 1,8-Liter-Turbobenziner mit 240 PS und 350 Newtonmeter Drehmoment. Mit diesem Aggregat wird ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert. Der Sprint auf Tempo 100 soll in 4,5 Sekunden beendet sein, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Die nach dem Genfer Salon kurzzeitig verfügbare Launch Edition kostete rund 60.000 Euro. Die 77 nach Deutschland gelangten Exemplare waren jedoch innerhalb von zehn Tagen ausverkauft, so Alfa-Romeo-Pressesprecher Sascha Wolfinger auf unsere Nachfrage. Allgemeiner Bestellstart soll in einigen Wochen sein. Ausgeliefert werden die dann georderten Autos jedoch wohl nicht vor Ende 2013.

Gewaltige Leistungssteigerung
Pogea macht daraus viel mehr: Etwa 415 PS und 450 Newtonmeter Drehmoment sind durch die geplante Leistungssteigerung zu erwarten, so der in Friedrichshafen beheimatete Tuner. Das erwarte man aufgrund der Erfahrungen mit dem baugleichen Motor des Alfa Giulietta QV. Der Motor liefere auf dem Prüfstand sogar noch höhere Leistungen, doch sei man bei den Angaben lieber konservativ, solange man die Motorkühlung im Fahrzeug nicht beurteilen kann, hieß es bei Pogea auf Anfrage. Außerdem setze man bei Pogea auf individuelles Tuning – auch andere Leistungen seien also möglich. Um auf die erwähnten 415 PS zu kommen, sind neue Turbolader, Stoßaufladungskrümmer und ein Abgassystem mit Klappensteuerung nötig. Darüber hinaus will Pogea die Kraftstoffversorgung und das Kühlsystem überarbeiten. Außerdem ist ein umfassend modifiziertes Motormanagement nötig – kein Wunder, wenn man den gewaltigen Unterschied zu den 240 Serien-PS bedenkt. Um die Leistung auf die Straße zu bringen, entwickelt Pogea ein Aerodynamikkit. Dazu gehören aus Carbon gefertigte Karosseriekomponenten für Front, Schweller und Heck.

Dynamische Dämpfer und mehr
In Zusammenarbeit mit KW Automotive entwickelte Fahrwerke mit adaptiven Dämpfern und Clubsportfahrwerke sollen die Fahrdynamik erhöhen. Dazu empfiehlt Pogea eine Felgen-Sonderedition in den Größen 19- und 20-Zoll. Für den Innenraum plant Pogea Accessoires aus Aluminium, Carbon und Leder. Auf Wunsch soll es vom personalisierten Fußmattensatz bis hin zur Komplettlederausstattung alles geben.

Gallery: Getunter Alfa 4C