Dritter Fördertopf für Rußpartikel-Nachrüstung

Besitzer von Dieselfahrzeugen bekommen erneut die Chance auf 330 Euro vom Staat, wenn sie im Jahr 2012 einen Partikelfilter nachrüsten. Die Investition sollte allerdings gut kalkuliert sein, eine Nachrüstung rechnet sich nicht immer.

Von Rot auf Gelb, macht das Sinn?
In den beiden ersten Förderrunden für eine Rußpartikel-Nachrüstung 2009/2010 haben mehr als 230.000 Dieselfahrer den staatlichen Zuschuss in Anspruch genommen. Der dritte Fördertopf reicht für circa 90.000 Fahrzeuge. Nach Ansicht des TÜV SÜD ist der staatliche Zuschuss ein Anreiz, den alten Selbstzünder für die Umweltzonen zu mobilisieren. Wenn man sich lediglich von einer roten auf eine gelbe Umweltplakette steigert, taugt die Umrüstung allerdings nur wenig. Schon jetzt heißt es vielerorts: Einfahrt in die Umweltzone nur mit grüner Plakette. Die Umrüstung auf Grün kann sich dementsprechend lohnen – auch für den möglichen Wiederverkauf.

Wer zuerst kommt mahlt zuerst
Bezuschusst wird die Nachrüstung eines Dieselfahrzeugs nur, wenn der Umbau zwischen Januar und Dezember 2012 erfolgt. Das Fahrzeug muss vor dem 1. Januar 2007 erstmalig zugelassen worden sein. Die Einmalzahlung erhalten auch Besitzer leichter Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (Erstzulassung vor dem 17. Dezember 2009). Die Förderanträge werden der Reihe nach bearbeitet. Wer zu spät beantragt oder wichtige Nachweise nicht pünktlich liefern kann, läuft Gefahr, dass der Topf bereits leer ist. Anträge können ab Februar beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden.