91. Ausgabe des Rennens am Pikes Peak

Die Mission war ein voller Erfolg: 1916 wurde der Pikes Peak International Hill Climb zum ersten Mal veranstaltet, um die als Touristenattraktion gebaute Straße auf den Pikes Peak im US-Bundesstaat Colorado bekannt zu machen. Heute gilt der Hill Climb als wohl bekanntestes Bergrennen des Motorsports und wird 2013 zum 91. Mal ausgetragen. Bis vor wenigen Jahren fand die Veranstaltung immer am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, statt, dieses Jahr wird der Gipfel am 30. Juni gestürmt.

Pikes Peak
Der Pikes Peak gehört zu den Rocky Mountains und ist mit einer Höhe von 4.301 Meter respektive 14.110 Fuß einer der 53 Fourteeners Colorados (Fourteeners werden Berge genannt, die höher als 14.000 Fuß sind). Gestartet wird auf 2.862 Meter Höhe, dann schraubt sich die Rennstrecke durch 56 Kurven 19,99 Kilometer auf den Gipfel. 1.439 Höhenmeter werden dabei überwunden, die durchschnittliche Steigung liegt bei sieben Prozent. Lange Zeit ging es beim Rennen über unbefestigte Abschnitte, im August 2011 wurde die Strecke dann vollständig asphaltiert.

Große Herausforderung
Das Pikes-Peak-Rennen gilt als anspruchsvoll für Mensch und Maschine. Den Teilnehmern bieten sich wenig Möglichkeiten, die Strecke kennen zu lernen. Die Qualifikationsläufe werden nur auf einem Teilstück absolviert, während der Wettbewerb selbst aus einem einzigen Wertungslauf besteht. Zudem setzt die Höhe den Verbrennungsmotoren zu. Auf dem Weg nach oben büßen die herkömmlichen Antriebe aufgrund der Höhenluft bis zu 30 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit ein. Ein Vorteil für die Elektrofahrzeuge, welche auf der gesamten Strecke über die volle Leistung verfügen. Bei den vielen Kehren kommt den Stromern zusätzlich zugute, dass ihnen beim Herausbeschleunigen sofort das maximale Drehmoment zur Verfügung steht.


Verschiedene Wertungsklassen
Gefahren wird in sieben Auto- und neun Motorrad-Divisionen. So gehen beispielsweise in der ,Open-Wheel"-Klasse typische Pikes-Peak-Rennwagen an den Start, die von Fahrzeugen im Indy-Car-Stil bis zu Strandbuggys reichen. Die ,Pikes-Peak-Vintage"-Kategorie soll die Vergangenheit des Rennens erstrahlen lassen und wird von Mustangs, Cobras, Mecurys und Lincolns Baujahr 1990 oder älter bevölkert, Elektroautos starten in der ,Electric Division".

Rekorde
Dem Pikes-Peak-Oldie Nobuhiro Tajima gelang am 27. Juni 2011 auf der zu 75 Prozent asphaltierten Strecke mit 9:51 Minuten erstmals eine Zeit von unter zehn Minuten. Ein Jahr später gehörten dann die letzten unbefestigten Abschnitte der Vergangenheit an und Rhys Millen, Sohn des früheren Rekordhalters Rod Millen, drückte mit seinem Hyundai Genesis Coupé den Streckenrekord auf 9:46 Minuten.

91. Auflage
Auch in diesem Jahr wagen der 41-jährige Neuseeländer und der 63-jährige Japaner die Gipfelhatz. Millen sitzt dabei in einem Hyundai RMR PM580T, Tajima versucht sich, wie schon 2012, mit seinem Monster Sport E-Runner in der Elektro-Kategorie. Im letzten Jahr musste der erfahrene Rennfahrer seinen Boliden wegen eines Feuers im Wagen vorzeitig abstellen. 2013 mit dabei sind unter anderem auch der Le-Mans-Zweite von 2006, Sébastien Loeb im Peugeot 208 T16 Pikes Peak und der ehemalige Pikes-Peak-Rekordhalter Rod Millen im Toyota TMG EV P002. Als Safety Car dient bei der 91. Auflage ein Mitsubishi Outlander, außerdem bringen die Japaner zwei MiEV Evolution II in der Elektro-Division an den Start.

Der Berg ruft