Franzose rast in 8:13,878 Minuten auf den Gipfel

Bei seinem ersten Einsatz im legendären Bergrennen am Pikes Peak deklassierte der als Rookie gelistete Sébastien Loeb die Konkurrenz und pulverisierte den Streckenrekord von 2012. Da hatte der Neuseeländer Rhys Miller den Berg in gut 9:46 Minuten erklommen. Loeb raste die gleiche Strecke in einer Traumzeit von nur 8:13,878 Minuten und unterbot so die Bestmarke um mehr als eineinhalb Minuten.

Wettersorgen
Der Sieg erinnert an den Peugeot-Triumph an gleicher Stelle vor genau 25 Jahren. 1988 drosch Ari Vatanen seinen umgebauten 405 in 10:47:220 Minuten – damals noch auf unbefestigter Piste – ins Ziel und knackte so die Bestzeit von Walter Röhrl um Hundertstelsekunden. Im Kurzfilm ,Climb Dance" wurde die wilde Gipfelhatz des Finnen dokumentiert. Die Erwartungen an Loeb waren also hoch, doch der Weltmeister fürchtete nur das Wetter: ,Es gab ein paar Verzögerungen", so Loeb. ,Man konnte vom Startplatz aus sehen, dass am Gipfel des Pikes Peak Wolken aufzogen. Da habe ich gedacht: ‚Wenn wir nicht bald starten, wird es wirklich schwierig'."

Peugeot 208 T16 Pikes Peak
Unterwegs war der neunmalige Rallye-Weltmeister bei seiner Rekordfahrt in einem allradgetriebenen Peugeot 208 T16 Pikes Peak mit brachialen 875 PS. Auf der knapp 20 Kilometer langen Strecke mit den 156 Kurven erreichte der Franzose eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 145 km/h. Am Ende war er sogar zwei Sekunden schneller als die beste, anhand seiner Trainingszeiten durch ein Computerprogramm errechnete, theoretische Topzeit.

Millen auf Rang zwei
Obwohl er mit 9:02,192 Minuten seine Rekordzeit vom Vorjahr um satte 44 Sekunden verbesserte, musste sich Rhys Miller im Hyundai RMR PM580T 2013 mit dem zweiten Platz begnügen – Loeb war fast 50 Sekunden schneller. Auf dem dritten Platz landete Jean-Philippe Dayraut mit einer Zeit von gut 9:42 Minuten und auch der viertplatzierte Paul Dallenbach blieb noch unter Millens geknackter Bestmarke von 2012.

Bildergalerie: Loeb knackt Pikes-Peak-Rekord