Bundesrat stimmt Comeback zu, lehnt aber neue Kürzel ab

Der Bundesrat hat den Plänen der Bundesregierung, die alten Kfz-Kennzeichen wieder zuzulassen, zugestimmt. Damit können Städte und Gemeinden früher genutzte Kürzel wieder auf Schilder prägen, sofern der Halter es wünscht. Allerdings müssen die Länder beim Bundesverkehrsministerium die Wiedereinführung der alten Kennzeichenkürzel beantragen, weshalb es hierfür kein generelles Startdatum gibt.

Nostalgie auf Wunsch
Aufgrund von Gebietsreformen hatten sich seit der Einführung des heutigen Kennzeichensystems im Jahr 1956 oft der Zuschnitt und der Name von Verwaltungsbezirken geändert, und damit auch die Kennung auf den Nummernschildern. Das betrifft beispielsweise AIB für Bad Aibling in Oberbayern, das durch das Kennzeichen RO für Rosenheim ersetzt wurde, oder AZE für Anhalt-Zerbst in Sachsen-Anhalt, das gegen ABI (Anhalt-Bitterfeld) ausgetauscht wurde. Der alte Buchstabencode durfte in solchen Fällen zwar am Auto bleiben, wurde aber keinem neuen Fahrzeug mehr zugeteilt. Im Fall der ,neuen alten" Kennzeichen kommt das Kürzel wieder aufs Blech, die Landkreisplakette ist hingegen auf dem aktuellen Stand. Gehandhabt soll diese Regelung wie ein Wunschkennzeichen werden.

Keine neuen Kürzel
Den weitergehenden Plänen der Bundesregierung, auch völlig neue Ortskürzel zuzulassen, erteilte der Bundesrat hingegen eine Absage. Diese Regelung führe zu einer unübersichtlichen Vielzahl neuer zusätzlicher Kennzeichen. Die Bundesregierung muss nun entscheiden, ob sie die geänderte Fahrzeug-Zulassungsverordnung in Kraft setzt.

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