Studie Panamera Sport Turismo überrascht in Paris

Mit einer ungewöhnlichen Studie im Gepäck reist Porsche zum Pariser Autosalon 2012 (29. September bis 14. Oktober). Der Panamera Sport Turismo zielt auf das Segment der sportlichen Luxus-Kombis namens Shooting Brake. Mercedes hatte bereits kürzlich mit einer entsprechenden Karosserievariante des CLS vorgelegt.

Konkreter Ausblick
Porsche selbst sieht den Panamera Sport Turismo als einen Ausblick auf einen möglichen Sportwagen von morgen. Sehr wahrscheinlich wird man also die Serienversion im Jahr 2013 bewundern können. Der Panamera Sport Turismo ist 4,95 Meter lang, 1,99 Meter breit und 1,40 Meter hoch. Damit ist er zwei Zentimeter kürzer als der konventionelle Panamera, aber etwas breiter und flacher. In die großen Lufteinlässe an der Front sind C-förmige Leuchteneinheiten integriert. Statt normaler Außenspiegel übertragen zwei Kameras in den seitlichen Luftauslässen Bilder ins Cockpit. Die Heckleuchten in LED-Technik sind dreidimensional ausgeformt. Den Dachabschluss bildet ein adaptiver Heckspoiler aus Kohlefaser.

Monitore statt Spiegel
Im Innenraum blickt der Fahrer auf ein großes Farbdisplay, das alle relevante Informationen je nach Bedarf anzeigt. Links und rechts davon zeigen zwei Monitore die Bilder der Außenspiegelkameras. Zwei zusätzliche Displays in Tubenform informieren über hybridspezifische Fahrzustände.

Benzin-Strom-Mix
Damit wären wir beim Thema, denn der Porsche Panamera Sport Turismo ist als Plug-in-Hybrid ausgeführt. Die Gesamtleistung beträgt 306 Kilowatt respektive 416 PS. Die Elektromaschine leistet 70 Kilowatt, der aufgeladene V6-Benziner kommt auf 245 Kilowatt beziehungsweise 333 PS. Das soll reichen, um die Studie in weniger als sechs Sekunden von null auf 100 km/h zu beschleunigen. Rein elektrisch geht es bis maximal 130 km/h und über 30 Kilometer weit. Den Verbrauch gibt Porsche mit unter 3,5 Liter auf 100 Kilometer an. Eine Lithium-Ionen-Batterie mit 9,4 Kilowattstunden Energieinhalt versorgt den E-Motor mit Saft. Sie wird an einer normalen Steckdose in 2,5 Stunden aufgeladen.

Verschiedene Modi
Ein voreingestellter Betriebsmodus priorisiert das rein elektrische Fahren, der Fahrer kann ihn aber per Taste im Lenkrad deaktivieren. In einem weiteren Modus kann im Hybridbetrieb der Ladestand der Batterie gezielt erhöht werden, wenn etwa auf eine Autobahnfahrt eine Stadtroute folgt. Durch gezielte Lastpunktverschiebung lädt der Verbrennungsmotor die Batterie.

Allrad-Elfer und Power-Cayenne
Zu den weiteren Neuheiten der Sportwagenmarke in Paris gehört die neue Generation des Porsche 911 Carrera 4 mit Allradantrieb und der Cayenne S Diesel. Er holt 382 PS und 850 Newtonmeter maximales Drehmoment aus einem Biturbo-V8 mit 4,2 Liter Hubraum.

Aufregend kombiniert