Citroën DS3 Cabrio Racing steht in Goodwood und auf der IAA 2013

Dass Citroën-Cabrios eine Reihe von Fans haben, merkt man spätestens dann, wenn man ein altes DS Cabrio kaufen will, vielleicht weil es einem in einem Film mit Louis de Funès so gut gefallen hat. So einen Wagen wird man doch gebraucht günstig kriegen? Denkste! In Internet-Autobörsen werden Top-Exemplare für bis zu 170.000 Euro angeboten. Wohlbemerkt: Wir reden über einen Citroën. Die Modelle aus der Baureihe DS/ID sind ohnehin die bekanntesten Citroëns, den Beinamen ,Göttin" hat die wohlgeformte DS mit Recht nicht nur wegen der phonetischen Ähnlichkeit der Abkürzung DS mit dem französischen Wort für Göttin, ,Déesse", bekommen. Dass das Kürzel emotional durchaus positiv belegt ist, weiß man auch bei Citroën und hat es im Jahr 2010 mit dem DS3 neu belebt. Das dreitürige Auto basiert auf dem C3, hat aber eigenständige Karosseriemarkmale und macht als Lifestylemobil dem Mini Konkurrenz. 2013 wurde der geschlossenen Version eine mit Faltverdeck zur Seite gestellt, die Citroën keck Cabriolet nennt.

Matter Effektlack, Chrom und Carbon-Effekt
Von diesem Cabrio zeigt der Hersteller jetzt eine besonderes sportliche Ausführung, das DS3 Cabrio Racing. Erstmals zu sehen ist es beim Goodwood Festival of Speed (12. bis 14. Juli 2013), später im Jahr steht es auf der Automobilausstellung IAA im Rampenlicht. Das Unikat soll optisch und technisch auf das sportliche Engagement der Marke in der World Rally Championship (WRC) anspielen. Dafür bekam das Concept Car eine matte Effektlackierung, schwarz glänzende 19-Zoll-Felgen sowie verschiedene Chromapplikationen an die Karosserie. Auf dem schwarzen Dach soll ein DS-Muster gewebtes Carbon vorgaukeln. Dieses Muster ist auch als Gravur auf den Außenspiegelkappen zu finden. Kontrastierend sind die Bremssättel, die Radnaben, Streifen an den Türen sowie die dünne Frontlippe in Carminrot lackiert.

1,6-Liter-Motor mit 202 PS
Auch technisch wurde das Concept-Cabrio verändert, es verfügt über eine Sportbremsanlage und eine nochmals härtere Fahrwerksabstimmung. Der 1,6-Liter-Motor des Einzelstücks stammt aus dem DS3 Racing, er liefert im Konzeptauto 202 PS. Damit soll der Sprint auf Tempo 100 in nur 6,5 Sekunden ermöglicht werden, die Spitze liegt bei 235 km/h. Und auch innen wird es rassig: Die Schalensitze sind – über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten – mit einem Mix aus Nappaleder und Alcantara bezogen, die Mittelbahnen tragen die DS-Grafik, die an das Gliederarmband einer Uhr erinnert. Carminrote Applikationen finden sich ebenso an den Sitzen wie am Armaturenbrett, in der Mittelkonsole wurde viel Carbon verarbeitet. Zweifelsohne ein Hingucker ist ein Kindersitz, der mit denselben Materialien wie die Vordersessel bezogen ist, und auch die gleiche Struktur der Mittelbahn aufweist. Dass man allerdings seinen Nachwuchs mitnimmt, wenn man wie Sébastien Loeb über Passstraßen heizen will, ist nicht zu empfehlen. Welche der beim Concept Car gezeigten Elemente es in die Serie schaffen, wird wohl erst die Reaktion des Publikums zeigen. Aber wer weiß: Vielleicht ziehen ja auch die aktuellen DS-Modelle einmal zu horrenden Preisen in die Gebrauchtwagen-Börsen ein?

Die Göttin lässts krachen