Audi crosslane coupé als Studie mit findigen Details

Ingolstadt/Paris (Frankreich), 28. September 2012 – Mit der Konzeptstudie crosslane coupé möchte Audi die Zukunft des Automobilbaus in die heutige Zeit holen. Der Prototyp, der auf dem Pariser Autosalon 2012 (29. September bis 14. Oktober) gezeigt wird, soll die Formensprache kommender Q-Modelle andeuten.

Leichtgewichtiger Material-Mix
Als Chassis kommt ein so genannter ,Multimaterial Space Frame" zum Einsatz. Er setzt sich aus drei Materialien zusammen – Aluminium, kohlenstoffverstärktem Kunststoff und glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Inklusive der Lithium-Ionen-Batterie für die Elektromotoren wiegt das Fahrzeug 1.390 Kilogramm.

Maximal 86 Kilometer elektrisch
Um das Leichtgewicht zum Rollen zu bringen, kommt ein gänzlich neues Plug-in-Hybridsystem zum Einsatz. Es umfasst einen Verbrennungsmotor, zwei E-Maschinen und ein einstufiges Getriebe. Die Systemleistung gibt Audi mit 177 PS an. Der Spurt von null auf 100 km/h soll in 8,6 Sekunden möglich sein. Rein elektrisch vergehen 9,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 182 km/h erreicht. Der Kraftstoffverbrauch soll bei lediglich 1,1 Liter pro 100 Kilometer liegen. Ohne eingeschalteten Verbrenner sind laut Audi maximal 86 Kilometer zurückzulegen.

Drei Zylinder und 130 PS
Der Verbrennungsmotor ist ein eigens entwickelter Dreizylinder-TFSI mit 130 PS Leistung und 200 Newtonmeter Drehmoment. Dieser ist mit dem ersten, 68 PS starken Elektromotor (E1) verbunden, der primär als Starter und Generator fungiert. Den elektrischen Antrieb übernimmt ein weiterer, 116 PS starker Elektromotor (E2) mit 250 Newtonmeter Drehmoment. Das Getriebe bietet die Möglichkeit, den Verbrennungsmotor samt Generator über eine Klauenkupplung mit dem restlichen Antriebsstrang zu koppeln.

Flüsterndes Fahren bis 130 km/h
Das so genannte Dual-Mode-Hybrid-Konzept im crosslane coupé ermöglicht unterschiedliche Betriebsmodi. Im Bereich von null bis 55 km/h erfolgt der Antrieb allein durch den größeren der beiden Elektromotoren (EM2). Im seriellen Betrieb erzeugen der Verbrennungsmotor und der Generator (EM1) elektrische Energie, um die Batterie zu unterstützen oder zu ersetzen, falls sie entleert ist. Rein elektrisches Fahren ist bis 130 km/h möglich. Geht es schneller voran, erfolgt der Antrieb überwiegend durch den Dreizylinder.

LED-Technik bei den Leuchten
Die 2+2-sitzige Studie ist 4,21 Meter lang, 1,88 breit und 1,51 Meter hoch. Der Radstand misst 2,56 Meter. Die Front wird dominiert vom Singleframe-Grill und trapezförmigen LED-Scheinwerfern. Zwei schmale Öffnungen in der Motorhaube geben den Blick auf die oberen Aluminiumträger der Rahmenkonstruktion frei. Die Heckleuchten greifen ebenfalls auf LED-Technik zurück. Der hintere Stoßfänger integriert einen weit nach oben gezogenen Diffusor, das Dachteil besteht aus zwei CFK-Schalen und wiegt lediglich knapp zehn Kilogramm. Es lässt sich entriegeln und im Heck versenken, um Cabriogefühle aufkommen zu lassen.

Immer im Kontakt mit den Freunden
Fahrer und Beifahrer nehmen auf lederbezogenen Sportsitzen Platz. Die Mittelkonsole enthält ein Touchpad und einen großen Wählhebel, der beim Start elektrisch ausfährt. Die niedrige Instrumententafel orientiert sich zum Fahrer hin. Auffällig sind die verschiedenen Einsätze von Klarlack, die für Kontraste sorgen. Eine weitere Besonderheit sind die Online-Dienstleistungen unter dem Namen Audi connect. Die Passagiere haben die Möglichkeit, permanent online zu sein und unter anderem auf soziale Netzwerke zuzugreifen.

Drei Herzen unter der Haube