Die neue Langversion ersetzt den Maybach

Der Maybach ist tot, es lebe der Pullman. Um in Zukunft die Wünsche jener Kunden zu befriedigen, die sich einen extralangen Mercedes wünschen, bekommt die S-Klasse einen Blechzuschlag und das interne Kürzel X 222. Erste Erlkönigbilder zeigen eine gestreckte S-Klasse mit noch mehr Platz im Fond.

Nimm zwei
Bereits die konventionelle Langversion der S-Klasse bietet auf 5,25 Meter Gesamtlänge enorm viel Platz und Komfort für die hinteren Passagiere. Darüber rangierte in der Vergangenheit der so genannte ,Pullman", eine superlange Limousine, die beim Vorgänger 6,36 Meter maß. Dort können sich die Fondpassagiere gegenübersitzen. Zukünftig wird es den Pullman aber in zwei Karosserielängen geben, um den gefloppten Maybach zu ersetzen. Das ergibt Sinn, denn Rolls-Royce zeigt, dass es durchaus einen Markt für Mega-Luxus gibt. An ihm ging jedoch der wenig elegante Maybach vorbei, zumal der Name Maybach ziemlich unbekannt war und international nur schwer über die Lippen ging.

Premiere in China
Einziges Überbleibsel von Maybach werden die Karosserielängen sein. Der jetzt erwischte Erlkönig erhält einen Blechzuschlag im Bereich der C-Säule, in die ein Fenster integriert wird. So wird er zur 57er-Version, die Zahl weist auf die Länge von rund 5,70 Meter hin. Zugute kommt das Plus den Fondpassagieren, deren Sitze sich so in eine komplette Liegeposition bringen lassen. Ergänzt wird die Pullman-Palette der S-Klasse um die 62er-Version, welche durch ein zusätzliches Mittelstück den erwähnten Platz für vier im Fond bietet. Motorenseitig dürften nur Aggregate mit hohem Drehmoment zur Auswahl stehen, denn gerade die extralangen S-Klassen werden oft gepanzert. Als wahrscheinlich gelten daher der S 350 Bluetec, der S 500 und S 600, aber auch der S 400 Hybrid. Der ,kurze" Pullman debütiert im Frühjahr 2014 in Peking, der Marktstart folgt im Herbst des Jahres.

Erwischt: S-Klasse im XL-Format