Seat Leon ST: Weltpremiere auf der IAA 2013

Viele Jahre war der Seat Leon einzig und allein als Schrägheckvariante erhältlich. Die aktuelle, seit 2012 erhältliche Generation hingegen wird es bald sogar in drei Karosserieversionen geben: Zum traditionellen Fünftürer und der seit kurzem erhältlichen dreitürigen Ausführung SC gesellt sich künftig ein Kombi namens Leon ST.

Sportliche Linienführung
Mit einer Länge von 4,54 Meter überragt der ST den fünftürigen Leon um 27 Zentimeter. Das sanft nach hinten abfallende Dach und die für einen Kombi vergleichsweise wenig steile Heckpartie sorgen für eine sportliche Note. Die war den Designern auch wichtiger als die größtmögliche Ausnutzung des Laderaumvolumens. Mit einem Fassungsvermögen von 587 bis 1.470 Liter schluckt der ST zwar deutlich mehr Gepäck als der fünftürige Leon (380 bis 1.210 Liter) und der kürzlich eingestellte Exeo ST (442 bis 1.354 Liter), aber einiges weniger als das VW-Pendant Golf Variant (605 bis 1.620 Liter). Dennoch bietet der kompakte Spanier ein paar nette Gimmicks, die ihn durchaus auch als Transporter für sperrige Ladung qualifizieren. So lassen sich die Rücksitzlehnen unkompliziert vom Gepäckraum aus umklappen. Zum Verstauen von besonders langen Gegenständen kann die Lehne des Beifahrersitzes umgelegt werden. Und ein doppelter Ladeboden sorgt einerseits für Ordnung im Gepäckraum sowie andererseits für komfortables Be- und Entladen.

Breit gefächerte Motorenpalette
Seat verspricht für seinen neuen Kombi sparsame Motoren, die überwiegend bereits aus dem fünftürigen Leon bekannt sind. Die TDI- und TSI-Aggregate mit einem Hubraum von 1,2 bis 2,0 Liter und einer Leistung von 86 bis 184 PS arbeiten allesamt mit Direkteinspritzung und Turboaufladung. Die stärkste Motorisierung im Programm, der 2.0 TDI mit 184 PS, soll sich mit durchschnittlich 4,3 Liter Diesel pro 100 Kilometer begnügen, das entspricht einem CO2-Ausstoß von 112 Gramm je Kilometer. Für die Sportvariante FR steht die adaptive Fahrwerksregelung DCC mit den vier Modi Comfort, Sport, Eco und Individual zur Verfügung. Optional ist für den FR auch eine Progressivlenkung erhältlich. Je nach Lenkbewegung variiert hier die Lenkübersetzung. So soll beim Einparken weniger Kurbelei vonnöten sein und auf kurvenreichen Straßen die Fahrdynamik erhöht werden.

Diverse elektronische Helferlein
Das Angebot an Assistenzsystemen wird für die gesamte Leon-Baureihe erweitert. Verfügbar ist unter anderem die adaptive Geschwindigkeitsregelung ACC. Ein Radar-System hält hier zwischen 30 und 160 km/h die vorgegebene Geschwindigkeit sowie den vorgewählten Abstand und verzögert beziehungsweise beschleunigt das Fahrzeug im fließenden Verkehr automatisch. Als weitere Helferlein werden eine Multikollisionsbremse, eine Müdigkeitserkennung sowie ein Fernlicht- und ein Spurhalteassistent angeboten. Zu den ebenfalls erhältlichen Extras zählt das Bediensystem Easy Connect, das über einen bis zu 5,8 Zoll großen Touchscreen gesteuert wird. Mit den optionalen Voll-LED-Scheinwerfern bietet Seat zudem eine in der Golf-Klasse nicht alltägliche Option an.

Marktstart noch 2013
Erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird der Seat Leon ST auf der IAA 2013 in Frankfurt (12. bis 22. September). Der Marktstart soll Ende des Jahres erfolgen. Preise hat Seat noch nicht mitgeteilt, sie dürften vermutlich bei knapp 17.000 Euro starten.

Bildergalerie: Seat Leon als Kombi