Sechs Editionsmodelle des Bugatti Vitesse geplant

Es gleicht schon einem Vierer im Lotto, einen normalen Bugatti im Feierabendverkehr zu entdecken. Doch es ist wohl eher ein Sechser, wenn man eines der zahlreichen Editionsmodelle des Boliden erblickt. Denn die sind nicht nur rar, sondern superrar. In den kommenden zwölf Monaten will die exklusive VW-Tochter unter dem Thema ,Les Légendes de Bugatti" (Bugatti-Legenden) sechs neue Sondermodelle des Grand Sport Vitesse auflegen. Alle erinnern an Menschen, die Bugatti entscheidend geprägt und den Mythos der Marke mitbegründet haben.

Würdigung zweier Le-Mans-Siege
Den Auftakt bildet das Modell ,Jean-Pierre Wimille", das zum diesjährigen Concours d'Elegance in Pebble Beach (16. bis 18. August) erstmals vorgestellt wird. Die Spezialauflage entsteht im 90. Jubiläumsjahr des 24-Stunden-Rennens von Le Mans und soll an den Rennfahrer Jean-Pierre Wimille (1908-1949) erinnern. 1937 fuhr er gemeinsam mit seinem Co-Piloten Robert Benoist in einem Bugatti 57G Tank den Sieg ein, 1939 gewann er zusammen mit Pierre Veyron in einem 57C Tank. Das Gewinnerauto von 1937 diente dem Editionsmodell als Vorbild. Der 57G Tank trat damals in der blauen Lackierung an, die für französische Rennwagen charakteristisch war. Und so erstrahlt der Vitesse in blauem Sicht-Carbon und einem hellem Wimille-Bleu. Auch innen finden sich diese Farbe wieder. Von diesem Sonder-Bugatti soll es nur drei Fahrzeuge geben, jeder wird um die zwei Millionen Euro kosten. Der genaue Preis wird erst in Pebble Beach bekannt gegeben.

2,6 Sekunden auf Tempo 100
Zu den weiteren Legenden-Modellen hat der Hersteller noch keine Details verraten. Nur so viel: Alle sechs basieren auf dem Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse, der im Frühjahr 2012 auf den Markt kam. Der Supersportler wird von einem 1.200 PS und 1.500 Newtonmeter starken Achtliter-W16-Motor angetrieben. Die Flunder schafft den Sprint auf Tempo 100 in nur 2,6 Sekunden und ist laut Bugatti mit 408,84 km/h der offiziell schnellste Serien-Roadster der Welt.

2005: Start mit 1.001 PS
Die kommenden Editionsmodelle ergänzen eine lange Reihe von Sonderauflagen des Veyron. Dabei ist schon der Bolide allein etwas ganz Besonderes. Im Jahr 2005 kam der Veyron 16.4 unter Volkswagen-Regie auf den Markt und sorgte für Staunen. Fast unglaubliche 1.001 PS ließen den Wagen mit dem traditionsreichen Namen über 400 km/h schnell werden. 2009 folgte die gleich motorisierte Roadster-Variante des Veyron mit dem Namen Grand Sport. Getoppt wurden beide im Jahr 2010 vom Super Sport, der bereits 1.200 PS mitbrachte. Dessen Roadster-Variante ist der erwähnte Grand Sport Vitesse. In unserer Bildergalerie zeigen wir die schönsten Serien- und Sondermodelle seit 2005.

Ganz besonders rar