GTÜ testet zwölf Felgenreiniger

Selbst gute Autowaschanlagen schaffen nicht immer allen Felgendreck weg. Denn Straßenschmutz und Bremsstaub bilden auf filigranen Alus eine hartnäckige Allianz, der oft nur mit speziellen Felgenreinigern beizukommen ist. Wenn man den Herstellern glaubt, geht es ganz einfach: einsprühen, mit Wasser abspritzen, fertig. Aber klappt das wirklich?

19 Euro pro Flasche
Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) hat zwölf Felgenreiniger für 1,50 bis 20 Euro getestet. Das Fazit: Fest eingebrannten Bremsstaub packt kein konventioneller Felgenreiniger komplett. Da müssen spezielle Polituren ran, um in Handarbeit Versäumnisse bei der regelmäßigen Pflege wieder wettzumachen. Aber gute Reiniger bringen im Normalfall tatsächlich mühelos nahezu perfekten Glanz. Als Testsieger ermittelten die GTÜ-Prüfer das P21S Felgen-Reiniger Power Gel von Dr. Wack, das zum Preis von 19 Euro pro Flasche nicht nur bei der Reinigungsleistung hervorragend abschnitt, sondern auch in Sachen Materialverträglichkeit am besten punktete. Auf den nächsten Plätzen folgen der neue, säurefreie Alu-Teufel Spezial von Tuga Chemie für 14,99 Euro und X-Plosion Felgenreiniger von Uebler für 18,90 Euro.

Normaler Schmutz geht mit dem Schwamm weg
Die Produkte wurden zunächst in vier Reinigungsdisziplinen bewertet. Bei normaler Verschmutzung glänzten die Testfelgen mit jedem Mittel makellos, wenn zum Putzen auch noch ein Schwamm verwendet wurde. Schwieriger schon ist es, starken Dreck durch die Reiniger so anzulösen, dass er mithilfe des Schwamms leicht von der Felge zu waschen ist. Das schafften meist nur die Produkte sehr gut, die auch in der Gesamtbewertung mit empfehlenswert eingestuft wurden. Wenn es durch bloßes Abspülen ohne mechanische Nachbehandlung nur mit starkem Wasserstrahl wieder sauber werden soll, zeigen die von der GTÜ als bedingt oder nicht empfehlenswert eingestuften Reiniger Schwächen – sogar schon bei normal verschmutzten Felgen. Bei starker Verschmutzung ohne Schwammunterstützung schlägt schließlich die Stunde der wirklich teuren Felgenreiniger. Da glänzten nur noch die Top-Produkte.

Testsieger: Wacks P21S
Für ein gutes Gesamtergebnis braucht es allerdings noch mehr. Der Beste sollte Pluspunkte im praktischen Umgang sammeln, etwa beim Sprühen oder dem Ablaufverhalten, ohne Gefahrstoffe auskommen, sparsam und möglichst preiswert sein. Insbesondere aber sollte er sich bei der Materialverträglichkeit kaum Schwächen leisten. Wacks P21S sammelt da Punkte, die zum GTÜ-Prädikat ,Testsieger" mit der Einstufung ,sehr empfehlenswert" führen. Bereits unter den empfehlenswerten Reinigern mit guter bis sehr guter Reinigungsleistung finden sich aber solche, die unter ungünstigen Bedingungen im Labortest größere Schäden an Lack, Alu, Eisen oder Kunststoffstreuscheiben anrichten können.

Möglichst zielgenau sprühen
Deshalb sollte man laut GTÜ möglichst zielgenau auf die Felge sprühen, damit nichts auf Lack, Kunststoff oder Scheinwerfern landet. Man sollte zudem die vom Hersteller angegebene Einwirkzeit beachten, damit die Felgen sauber, aber nicht unnötig strapaziert werden. Die Substanzen sollten dann mit viel Wasser gut abgespült werden. Dann strahlt die Felge im besten Fall wie neu.

Richtig sauber gibts nicht billig