BMW-Welt in München wird erweitert

,Image ist nichts, Durst ist alles", warb vor einiger Zeit ein Getränkehersteller. Wenn man sich ansieht, wie sich Automarken präsentieren, ist man versucht, den Spruch umzudrehen: Mobilität ist nichts, Image ist alles. Das kommt einem in den Sinn, wenn man die BMW-Welt in München besucht. In den Ausstellungsräumen sind nun neben BMW auch die anderen Konzernmarken, also Mini, Rolls-Royce, BMW Motorrad und Husqvarna, zu sehen. Wir haben uns vor Ort informiert.

10,7 Millionen Besucher
,Mini is like a friend", sagt Harald Krüger, im BMW-Vorstand zuständig für Mini, BMW Motorrad, Rolls-Royce und Aftersales, bei der Eröffnung des umgestalteten Hauses in der Nähe des Münchner Olympiazentrums. ,Und einen Freund will man auch manchmal besuchen". Viele Besucher der BMW-Welt – insgesamt waren es in den nun genau fünf Jahren ihres Bestehens 10,7 Millionen Interessenten – hätten nach dem Bewundern der BMW-Modelle gefragt: ,Und wo ist Mini? Wo ist Rolls-Royce?" Da musste die ,Welt" bisher passen, denn das Haus widmete sich ausschließlich der Kernmarke. Das ändert sich nun. Neben BMW mit den Submarken BMW i für Elektromobile und BMW M für Sportwagen präsentieren sich ab sofort auch die anderen Konzernmarken in dem schicken Bau.

Mini flippig, Rolls-Royce edel
,Jeder Besucher soll in der BMW-Welt ein emotionales Erlebnis mit seiner Marke haben", so Krüger weiter. ,Das ist je nach Marke unterschiedlich." Und in der Tat: Mini präsentiert sich jugendlich-flippig und bunt. Hier kann man an einem überdimensionalen iPhone die Möglichkeiten des Internetzugangs im Mini erkunden, Raritäten wie den Mini John Cooper Works GP bewundern oder Mini-Accessoires vom T-Shirt bis zum Fahrrad erwerben. Bei Rolls-Royce dagegen fotografieren die Besucher am liebsten die Kühlerfigur Emily alias "Spirit of Ecstasy". Oder man nutzt die Möglichkeit, einmal im Leben in einem Rolls-Royce Platz zu nehmen, und prüft dort die Dicke der Teppiche.

Easy-Rider-Träume in der Biker's Lodge
Den besten Platz im Gebäude aber, sagt man bei BMW, haben die Biker: BMW Motorrad und die noch neue Geländemotorradmarke Husqvarna präsentieren sich im ersten Stock. Dort kann man in der Biker's Lodge Gleichgesinnte treffen und bei einem Drink den Sonnenuntergang durch die Glasfassade genießen. Natürlich kann man auch auf den Motorrädern oder den neuen BMW-Rollern Platz nehmen. Zurück ins Erdgeschoss gelangt, kann man sich am Auftritt von BMW i noch über die Pläne der Münchner für die Zukunft informieren. Dort ist unter anderem die brandneue Studie i8 Spyder zu bewundern. Ganz anders präsentiert sich BMW M: Hier sind über den Fahrzeugen Ampeln wie auf einer Rennstrecke aufgehängt, und man kann eine Runde am Rennsimulator drehen. Wer will, kann sich zum Abschluss noch im so genannten Doppelkegel über den Konzern informieren. Dort zeigt zum Beispiel eine Weltkugel Daten und Fakten, und man kann sich an einem elektronischen Flipper vergnügen, der das Spiel mit einem Quiz zu BMW-Themen verbindet.

Erlebnisse drumherum
Auch abgesehen von den Fahrzeugen kann man in der BMW-Welt einiges erleben, und das alles ohne Eintrittsgebühr. So fährt zweimal täglich ein Motorrad-Stuntman mit lautem Geknattere durch die Halle, rast dann mit Sprüngen die Treppe hinauf und tastet sich schließlich, fast über das Vorderrad kippend, wieder hinunter. Das Eröffnungswochenende am 20. und 21. Oktober 2012 bietet darüber hinaus Events wie eine Tea-Time bei Rolls-Royce, eine Jazz-Matinee oder eine Fashion-Show bei Mini. Auch an der markentypischen Auslegung der Events ist zu sehen: Mobilität ist nichts, Image ist alles.

BMW-Welt erweitert