Lamborghini Gallardo LP 570-4 Squadra Corse

Sant'Agata Bolognese (Italien), 2. August 2013 – Sie machen es immer noch ein bisschen extremer, die Entwickler bei Lamborghini. Das gilt auch für die jüngste Kreation, die erstmals auf der IAA in Frankfurt (12. bis 22. September 2013) zu sehen sein wird. Die Rede ist vom Gallardo LP 570-4 Squadra Corse. Der Beiname ,Squadra Corse" steht für die kürzlich gegründete Motorsportabteilung der italienischen Marke und macht damit gleich den Anspruch des neuen Boliden deutlich: Er ist ein Rennwagen für die Straße.

Leichter dank CFK und Aluminium
Als Basis dient die Rennversion aus dem Lamborghini-Markenpokal, der Gallardo LP 570-4 Supertrofeo. Beide Fahrzeuge nutzen denselben Motor – einen 5,2-Liter-V10 mit 570 PS. Darüber hinaus besitzt der Squadra Corse den gleichen großen Heckflügel aus kohlefaserverstärktem Kunststoff CFK. Ein weiteres gemeinsames Bauteil ist die ebenfalls aus CFK gefertigte abnehmbare Motorhaube mit Schnellverschlüssen. Die großflächige Verwendung von Kohlefaser und Aluminium beschert dem Gallardo Squadra Corse ein vergleichsweise niedriges Gewicht. 1.340 Kilogramm bringt der Wagen trocken auf die Waage, das sind immerhin 70 Kilogramm weniger als der Gallardo LP 560-4.

Brachiale Fahrleistungen
Der V10-Mittelmotor erzielt seine Höchstleistung von 570 PS bei 8.000 Umdrehungen. Die zügige Zündfolge soll für markanten Sound wie im Motorsport sorgen. Das automatisierte Sechsgang-Getriebe wird über Wippen am Lenkrad bedient, die Kraft wird an alle vier Räder übertragen. Derart angetrieben, zeigt sich der Gallardo Squadra Corse als brachiales Geschoss: Von null auf 100 km/h geht's in nur 3,4 Sekunden, nach 10,4 Sekunden fällt die 200er-Marke. Der Vorwärtsdrang endet erst bei Tempo 320. Um den Supersportler wieder zügig zum Stehen zu bringen, sind ab Werk Karbon-Keramik-Bremsen verbaut.

Ziersteifen in den italienischen Landesfarben
Außer dem großen Heckflügel und der speziellen Motorhaube ist der Squadra Corse an seitlichen Dekorsteifen in den italienischen Nationalfarben Grün, Weiß und Rot zu erkennen. Lackiert wird der jüngste Lambo-Spross wahlweise in Gelb, Weiß, Grau oder Rot. Die Motorhaube, die vorderen Lufteinlässe, der Diffusor am Heck und die 19-Zoll-Räder präsentieren sich in hochglänzendem Schwarz, die Bremssättel sind in Rot, Schwarz oder Gelb erhältlich. Im Innenraum wurden die Instrumententafel sowie die Mittelbahnen und die Rückenlehnen der Sitze mit Alcantara bezogen. Die Türtafeln, die Renn-Sitzschalen und die Mittelkonsole sind aus Carbon gefertigt. Anstelle der Schalensitze können auch Komfortsitze bestellt werden. Was der Rennwagen mit Straßenzulassung kosten soll, hat Lamborghini noch nicht mitgeteilt. Der Preis dürfte aber deutlich jenseits der 200.000 Euro liegen.

Renn-Lambo für die Straße