Brasiliens Bestseller wird neu aufgelegt

Was hierzulande der Golf, ist in Brasilien der Gol: das meistverkaufte Auto von VW und ein echter Bestseller in der inzwischen sechststärksten Volkswirtschaft der Erde. Nun hat das Unternehmen die Neuauflage in dreitüriger Version auf der Sao Paulo Motor Show präsentiert.

Seit 1981 eine feste Größe
Die Namensähnlichkeit zwischen Gol und Golf dürfte gewollt sein, Gol leitet sich aber vom portugiesischen Wort für ,Tor" ab. So ist auch nicht verwunderlich, dass der brasilianische Fußball-Superstar Neymar das Tuch vom dreitürigen Gol ziehen durfte. Seit 25 Jahren ist der VW Gol das meistverkaufte Auto Brasiliens, etwa sieben Millionen Exemplare wurden bislang gebaut. Gestartet war die erste Generation im Jahr 1981 als Mix aus VW Golf und Polo plus Käfer-Motor und Teilen des ersten Audi 80. Sie wurde mit diversen Änderungen bis 1996 gebaut. Schon 1994 begann die Produktion der zweiten Generation, die bis 2008 vom Band lief. Ihre letzte Ausbaustufe namens G4 wird noch immer als Einstiegs-Gol für umgerechnet rund 9.200 Euro angeboten. Gol Nummer 5 war seit 2008 auf dem Markt, nun folgt das G6 genannte Modell.

Im Stil des Polo
Optisch ähnelt der neue Gol dem VW Polo. Auch in der Größe sind beide Fahrzeuge nah beieinander: Mit einer Länge von 3,89 Meter ist der Gol acht Zentimeter kürzer als der Polo. Die Höhe von 1,46 Meter ist indes bei beiden Autos gleich. Ins Heck des Gol passen mindestens 285 Liter Gepäck. Für den Platz unter der Motorhaube stehen zwei Benziner zur Wahl: Sie holen 72 PS aus einem Liter Hubraum oder 104 PS aus 1,6 Liter. Das kleinere Aggregat bringt den Gol auf eine Spitze von 165 km/h und arbeitet auch im VW Fox, der in Brasilien noch erhältlich ist. Die Kraftübertragung im Gol übernehmen ein manuelles Fünfgang-Getriebe oder ein automatisiertes Schaltgetriebe mit ebenfalls fünf Gängen. Da in Brasilen Kraftstoff mit hohem Ethanolanteil üblich ist, sind die Gol-Motoren darauf abgestimmt. Als Fünftürer startet der VW Gol in Brasilien bei umgerechnet etwa 10.600 Euro. Allerdings kosten sowohl Airbags als auch ein ABS extra. Daher relativiert sich der Preisabstand zum günstigen Polo, der in Deutschland mit 60 PS bei 12.450 Euro startet und sechs Airbags, ABS und ESP ab Werk mitbringt.

Bildergalerie: Tor für Brasilien