Neuauflage des Mikromobils startet im Frühjahr 2014

Totgesagte leben länger: Für kaum ein anderes Auto gilt dieser Satz mehr als für den Smart Fortwo. Mit vielen Vorschusslorbeeren gestartet, kam nach seinem Start im Jahr 1998 Kritik am behäbigen automatisierten Schaltgetriebe und dem harten Fahrwerk auf. Das änderte sich zwar bei der zweiten Generation ab 2006, doch nun galten mäßige Absatzzahlen als Smart-Killer. Doch das kürzeste Auto auf dem deutschen Markt bekommt ab 2014 einen Nachfolger. Neue Erlkönigbilder zeigen jetzt zum ersten Mal die künftige Frontpartie.

Kooperation mit Renault
Gleich mehrere Gründe wirken sich beim Smart Fortwo lebensverlängernd aus. So sind die Verkäufe hierzulande auch gegen Ende des Modellzyklus ordentlich: Mit 15.194 Fahrzeugen im ersten Halbjahr 2013 liegt der Fortwo vor Konkurrenten wie dem Fiat 500. Mit immer neuen Sondermodellen rettet sich Smart-Chefin Annette Winkler über die Runden. Besonders wichtig ist für Mercedes auch die Tatsache, dass Smart den CO2-Flottenausstoß verringert. Anders formuliert, kompensiert der Fortwo die Dickschiffe vom Schlage eines S 600. Zu guter Letzt wird die nächste Smart-Generation gemeinsam mit Renault entwickelt. Das spart Kosten und man kann sich Technik teilen. Zudem hofft Daimler, auf diesem Wege, endlich am Smart verdienen zu können. Die neue Plattform macht sowohl einen Hinterradantrieb (Smart Fortwo) möglich, aber auch einen Frontantrieb (Smart Forfour, Renault Twingo).

Start im Frühjahr 2014
Unverkennbar ist die deutsch-französische Zusammenarbeit an den Erlkönigen, die bislang wie ein zu heiß gewaschener Renault Twingo aussehen. Doch jetzt gibt es einen ersten Blick auf die ,richtige" Frontpartie des nächsten Smart Fortwo. Sie zeigt einen größeren Kühlergrill und eine Evolution der bisherigen mandelförmigen Scheinwerfer. Besonders auffallend ist aber die nach oben gezogene Frontpartie mit angedeuteter ,Motorhaube". Das soll den Schutz für Fußgänger und Insassen verbessern. Selbstverständlich arbeitet der Motor auch im neuen Smart Fortwo hinten, wie seitliche Luftöffnungen deutlich zeigen. Ausgangspunkt für die neue Motorenfamilie dürfte der aus dem Renault Clio bekannte Turbodreizylinder mit 898 Kubik Hubraum sein. Aufgeladen stehen 90 PS bereit, ohne Turbo dürften es rund 70 PS sein. Ebenfalls neu sind ein Renault-Doppelkupplungsgetriebe statt des bisherigen automatisierten Schaltgetriebes und eine Tablet-artige Multimediaeinheit auf der Mittelkonsole. Wann der neue Smart Fortwo die Hüllen fallen lässt, ist noch offen. Bislang wird die Frankfurter IAA im September 2013 gehandelt, doch angesichts der wenigen verbleibenden Wochen überrascht der noch rudimentäre Erlkönig. Gesetzt scheint aber der Marktstart zu sein, er soll spätestens im April 2014 stattfinden. Möglich wäre daher auch eine Premiere auf dem Autosalon Anfang März in Genf.

Erwischt: Smart Fortwo