C-Klasse rollt in China als Langversion vom Band

Die Mercedes C-Klasse vertieft jetzt ihre Sprachkenntnisse der betuchten fernöstlichen Kundschaft. Diese will vor allem zwei Dinge: viel Platz im Fond und das Prädikat ,Qualität aus Germany". Im September soll die gestreckte Version der Mittelklasse-Limousine in der Volksrepublik auf den Markt kommen. Die gesamte Produktion findet bei der Beijing Benz Automotive Co. (BBAC) statt. Die Firma produziert seit 2006 als Joint Venture zwischen der Daimler AG und dem chinesischen Hersteller BAIC Motor PKWs im Land des Lächelns.

Bedeutender Absatzmarkt China
Der Stern geht auf, und zwar im Osten. Die Schwaben können 150.000 Kundenauslieferungen des Vorgängermodells der C-Klasse in China verbuchen. Ein bedeutender Absatzmarkt für Mercedes. ,Entwickelt in China, produziert in China, wird die C-Klasse Langversion einer unserer Wachstumstreiber in diesem Markt werden", prognostiziert Hubertus Troska, Vorstandsmitglied der Daimler AG in China.

Plus-Size-Modelle
Damit könnte Troska gar nicht so verkehrt liegen. Deutsche Fahrzeughersteller erobern seit Längerem den gesamten asiatischen Fahrzeugmarkt mit Streckbank-Versionen ihrer Mittelklasse-Limousinen. So bietet Audi den A4, VW den Passat oder BMW den 3er oder 5er als Plus-Size-Modell in Asien an.

Acht Zentimeter gewachsen
Mercedes verlängerte den Beitrag für Zugeständnisse an die chinesische Beinfreiheit um acht Zentimeter. Der gewonnene Raum wird ausschließlich dazu genutzt, den Fond zu vergrößern. Wem die acht Zentimeter zusätzlich noch nicht ausreichen, der kann den in China häufig ungenutzten Beifahrersitz aus der hinteren Sitzreihe heraus elektrisch verstellen.

Deutsche Sicherheitsstandards
Die Besserverdiener aus dem entfernten Osten schätzen darüber hinaus die deutschen Sicherheitsstandards. So hat die C-Klasse die neusten Assistenzsysteme an Bord. Eines davon ist ein teilautonomer Stauassistent für die verstopften Straßen der chinesischen Großstädte. Das Infotainment-System wird über das Touchpad in der Mittelkonsole bedient. Neben dem Wagen lernt somit auch das Touchpad die Sprache der Kundschaft zu sprechen. Es erkennt jetzt die rund 87.000 chinesischen Schriftzeichen.

Lesen Sie auch:

Bildergalerie: Mercedes spricht Chinesisch