Spyker B6 Venator Spyder Concept

Nulla tenaci invia est via: Der lateinische Wahlspruch von Spyker deutet eher auf einen Geländewagen-Hersteller, denn er bedeutet ,Für den Hartnäckigen ist kein Weg unpassierbar". Doch die holländische Firma hat sich ihren Namen hauptsächlich mit Sportwagen gemacht. Die letzte Neuheit war das B6 Venator Coupé auf dem Genfer Autosalon im März 2013. Die Spyder-Version dieses Wagens wurde nun in Pebble Beach enthüllt.

Interieur mit feinem Leder
Die offene Version des zweitürigen Mittelmotor-Sportwagens hat LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten sowie 19-Zoll-Räder. Innen gibt es viel Leder. Dabei handelt es sich um vollnarbiges Litano-Leder von Hulshof. Der holländische Hersteller verwendet ausschließlich westeuropäisches Rindsleder und gerbt es in einem speziellen Prozess, der die Farben besonders gut zur Geltung bringt. Neben Leder dominiert im Interieur poliertes Aluminium. Besonders auffällig ist das Gestänge zum Aktivieren der Automatik-Modi. An ein Flugzeugcockpit erinnert der rote Schutz über einem Schalter in der Mittelkonsole. Im Jet würde der Schalter darunter wohl den Schleudersitz auslösen, im Spyker startet man damit den Motor. Der ist wie beim Coupé ein quer eingebauter V6 mit über 375 PS. Er treibt über eine Sechsgang-Automatik die Hinterräder an.

375 PS und ziemlich leicht
Der Spyker-Spyder ist mit 4,35 Meter Länge etwas kleiner als ein Audi R8 Spyder. Auch ist er deutlich schwächer motorisiert, denn die kleinste Motorisierung des R8 ist ein 430 PS starker V8. Doch was dem Spyker an Leistung fehlt, das holt er durch geringes Gewicht wieder herein. Während bei dem Ingolstädter die Karosserie aus Alu besteht, kommen bei Spyker die noch leichteren Kohlefasern zum Einsatz. So bringt der Spyker mit einem Leergewicht von unter 1,4 Tonnen runde 300 Kilo weniger auf die Waage als ein R8 4.2 FSI. Das Leistungsgewicht von 3,7 Kilo pro PS liegt dadurch günstiger als bei dem Audi, der auf 4,0 kommt. Wenn also der nicht allradgetriebene Spyker seine Kraft problemlos auf den Asphalt bringt, könnte er dem Audi davonfahren. Zu den Fahrleistungen gibt es jedoch noch keine Angaben. Auch zur Art und zur Unterbringung des Verdecks äußert sich Spyker noch nicht.

Rund 112.000 Euro
Bis zum Marktstart ist aber auch noch etwas Zeit: Während das B6 Venator Coupé schon Anfang 2014 starten soll, wird der Spyder erst ab Ende 2014 produziert. Auf den Markt kommt er zunächst in Europa, im Nahen Osten, im asiatisch-pazifischen Raum und in Indien, die USA folgen Anfang 2015. Im Vergleich zum Audi R8 4.2 FSI quattro ist der Spyker günstig: Während man für den Sportler aus Ingolstadt mindestens 126.000 Euro hinlegen muss, soll man das holländische Gegenstück schon ab etwa 150.000 US-Dollar bekommen. Das sind umgerechnet etwa 112.000 Euro.

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