Der Bugatti Veyron als exklusive Edition ,Ettore Bugatti"

Bugatti feiert den Abschluss seiner Editionsreihe ,Les Légendes de Bugatti" (Bugatti-Legenden). Vor einem Jahr hatte der Automobilhersteller mit dem ersten Exemplar ,Jean-Pierre Wimille" auf der Monterey Car Week den Startschuss für die exklusive Modellreihe ertönen lassen. Jetzt feiert die sechste und letzte Ausgabe Premiere auf derselben Veranstaltung in Kalifornien. Vom 11. bis 17. August 2014 kann man zum ersten und einzigen Mal alle sechs Sondereditionen auf einmal bestaunen. Exklusiv sind alle Modelle, doch das letzte trägt jetzt sogar den Namen des Gründers der Marke, ,Ettore Bugatti".

Grundlagenforschung
Gestalterisches Vorbild der Edition Nr.6 ist der Bugatti Typ 41 Royal aus den 1920er-Jahren. Die automobile Ikone wurde damals als Prototyp von Ettore Bugatti entworfen und gebaut. Dass Geiz auch geil sein kann, war glücklicherweise noch völlig unbekannt, und Bugatti versah den Typ 41 mit einem knapp 15 Liter großen Reihenachtzylinder. In der Serienversion backte er dann etwas kleinere Brötchen. In ihr mussten 12,7 Liter genügen. Der 300-PS-Motor kann sich dabei aber königlich aus dem 190-Liter-Kraftstofftank bedienen. Die heutige technische Basis des ,Ettore Bugatti" konnte sich auch erfolgreich dem ,Geiz ist Geil-Motto" entziehen. Sie ist wie bei allen Legenden-Fahrzeugen der Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport Vitesse. Der Bolide wird von einem 1.200 PS starken Achtliter-W16-Motor angetrieben, der ein Drehmoment von 1.500 Newtonmeter entwickelt. Das macht den Veyron mit knapp 409 km/h Höchstgeschwindigkeit noch immer zum schnellsten Serien-Roadster der Welt.

Legenden im Detail
Wie schon beim Typ 41 besteht das vordere Fahrzeugteil des ,Ettore Bugatti" aus poliertem Aluminium, das anschließend mit Klarlack überzogen wurde. Des Weiteren sind die Frontklappe, die Spiegelfüße, Türgriffe, Stoßfänger, Kotflügel und die Türen aus dem gleichen polierten Leichtmetall gefertigt. Der hintere Teil des Fahrzeugs ist vorlagengetreu in einem dunkelblauen Farbton gehalten, auch wenn sich das Material mittlerweile verändert hat – es besteht aus Kohleverbundfasern. Außen ist der Bugatti metallisch kühl, innen wird es ,tierisch" luxuriös. Es scheint, als hätte der Legenden-Bauer eine ganze Kuhherde vernäht und kleidet damit den gesamten Innenraum aus. So sind selbst die Schalter für die Fensterheber mit den Tierhäuten veredelt worden.

Selten und teuer wie ein Kunstwerk
Wie auch alle anderen fünf Legenden-Fahrzeuge der Reihe ist der ,Ettore Bugatti" streng limitiert. Drei Fahrzeuge werden gebaut, die mit einem Preis von 2,35 Millionen Euro so teuer und selten sein werden wie ein gefragter Kunstgegenstand. So wurde aus dem Automobilpionier zwar kein klassischer Künstler, wie es seine Eltern geplant hatten, seine automobilen Werke weisen aber zumindest die gleichen Eigenschaften wie ein Kunstwerk auf.

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