VW präsentiert seine Elektro-Erstlinge e-Up und e-Golf

Volkswagen stellt auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt (12. bis 22. September 2013) zwei neue Elektroautos vor: den e-Up und den e-Golf.

e-Golf mit 115 PS
Der fünfsitzige e-Golf wird von einem 115 PS oder 85 Kilowatt starken Elektromotor angetrieben. Die Maschine stellt ab Start ein maximales Anfahrmoment von 270 Newtonmeter zur Verfügung. Nach 10,4 Sekunden ist der frontgetriebene e-Golf 100 km/h schnell. Bei 140 km/h wird elektronisch abgeregelt. Der Elektromotor des viersitzigen e-Up bringt es auf 82 PS oder 60 Kilowatt. Aus dem Stand heraus wuchtet dieser Motor 210 Newtonmeter auf die angetriebene Vorderachse. Der Sprint auf 100 km/h ist in 12,4 Sekunden erledigt, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 130 km/h.

Auf Pendler zugeschnittene Reichweiten
Der e-Up kommt mit einer Batterieladung auf eine Reichweite von 160 Kilometer. Die Akkus speichern 18,7 Kilowattstunden (kWh). Beim e-Golf sind es aufgrund der größeren Batterie – sie fasst 24,2 kWh – etwas mehr, nämlich 190 Kilometer. Bei beiden Modellen liegen die Akkus im Mitteltunnel sowie unter Vorder- und Rücksitzen, wie uns VW-Sprecherin Sonja Tyczka sagte. So verkleinert sich der Kofferraum nicht. Die Fahrmodi Eco und Eco+ sorgen für besonders effizienten Umgang mit der Energie. Diese Betriebsarten wirken sich auf die Gaspedalkennlinie, auf das Maximaltempo und die Beschleunigung sowie Heiz- und Kühlleistung aus, so Tyczka. Zudem gibt es die vier Rekuperationsstufen D1, D2, D3 und B. Sie werden über einen Wahlhebel aktiviert, wie er auch aus den normalen DSG-Modellen bekannt ist. Zu den Reichweiten zitiert VW eine Untersuchung des Bundesverkehrsministeriums: Danach fahren rund 80 Prozent aller deutschen Autofahrer täglich weniger als 50 Kilometer. An den schnellsten Gleichstrom-Ladestationen dauert es zudem nur etwa eine halbe Stunde, einen e-Up oder e-Golf auf 80 Prozent ihrer Kapazität aufzuladen. Dabei wird der e-Up über einen Stecker nach CCS-Standard mit Strom versorgt. Das Kürzel steht für Combined Charging System. Dieses erlaubt sowohl die Aufladung mit Wechsel- als auch mit Gleichstrom, wobei VW beim Schnellladen nur die Versorgung mit Gleichstrom vorsieht. Das CCS-Ladesystem wird bei beiden Fahrzeugen nur optional angeboten. Serienmäßig können die Stromer an einer herkömmlichen 230-Volt-Steckdose oder über eine Wallbox geladen werden.

Erstmals LED-Scheinwerfer
Beide Fahrzeuge sind stets fünftürig und gut ausgestattet: An Bord sind Klimaautomatik mit Standheizung und -kühlung, Radio-Navigationssystem, Frontscheibenheizung, LED-Tagfahrlicht und im Fall des e-Golf sogar LED-Scheinwerfer – Letzteres ist eine VW-Premiere. VW stellt bei den beiden Neulingen besonders die geringen Betriebskosten heraus: 100 Kilometer kosten weniger als halb soviel wie bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen. Der e-Up soll 11,7 kWh auf 100 Kilometer verbrauchen. Ein guter Wert, denn Mitsubishi gibt für den etwa gleich großen i-MiEV 13,5 kWh pro 100 Kilometer an. Der zwei Klassen höher positionierte e-Golf kommt auf 12,7 kWh. Bei einem Strompreis von 25,8 Cent je kWh kosten 100 Kilometer mit dem e-Up so lediglich 3,02 Euro, mit dem e-Golf sind es rund 3,30 Euro. Zum Vergleich: Beim sparsamsten Up mit Benzinmotor kostet die gleiche Strecke etwa 7,15 Euro. Der Einstiegspreis des e-Up liegt allerdings bei 26.900 Euro – das ist fast dreimal soviel, wie ein konventioneller Up kostet. Der e-Up soll noch 2013 auf den Markt kommen, bestellbar ist er ab dem 12. September. Der e-Golf folgt im Frühjahr 2014, der Preis ist noch nicht bekannt.

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