Lamborghini zeigt Huracan LP 620-2 Super Trofeo

Lamborghini nutzte das Quail Motorsport Gathering (ein Teil des Pebble Beach Concours d`Elegance) als große Bühne für sein neues GT3-Rennauto namens Huracan LP 620-2 Super Trofeo. Der kantige Keil löst den Gallardo LP 570-4 Super Trofeo ab und startet ab 2015 im eigenen Blancpain-Markenpokal. Die größte Überraschung des von Grund auf neu entwickelten Renn-Stiers lauert bereits im Namen. Denn der zeigt den Umschwung von Allrad- auf Hinterradantrieb.

Heckantrieb schürt Hoffnung
Ja richtig, der neue Lambo-Renner ist – auch im Gegensatz zu seinem Straßen-Pendant Huracan LP 610-4 – heckgetrieben. Mit dem Wechsel auf Hinterradantrieb sollen sich die Fahrer des Super Trofeo schon mal an höhere Klassen des internationalen GT-Motorsports gewöhnen. Das bedeutet wohl, dass sich Lamborghini im Rennsport künftig breiter aufstellen will. Nicht ganz ungelegen dürfte den Ingenieuren die Gewichtsreduktion auf 1.270 Kilogramm kommen. Zum Vergleich: Der Serien-Huracan wiegt mit 1.497 Kilo über vier Zehntner mehr. Neben einer extensiveren Nutzung von Carbon und Aluminium in der Chassis-Struktur ist dies sicher auch dem Entfall des Allradantriebs geschuldet. Bei Fans der Marke wächst nun die Hoffnung, dass es auch eine Serienversion des Huracan mit Heckantrieb – wie beim Lamborghini Gallardo LP 550-2 Balboni – geben wird.

Huracan-Rennversion leistet 620 PS
Entwickelt wurde der Huracan LP 620-2 Super Trofeo in enger Zusammenarbeit mit Dallara Engineering und seinem Gründer Giampaolo Dallara. Dallara war bei Gründung von Automobili Lamborghini im Jahre 1963 der erste Entwicklungschef und hatte maßgeblichen Anteil an der Entstehung des legendären Lamborghini Miura. Gespielt hat man vor allem mit der Aerodynamik des Huracan. Die Rennversion erhält einen in zehn Positionen einstellbaren Heckflügel. Außerdem gibt es verstellbare Lufteinlässe vorne sowie vorne und hinten einen neuen Diffusor. Zudem wurden extra für den LP 620-2 neue Pirelli-Pneus entwickelt. Angetrieben wird der Huracan Super Trofeo wie die Straßenversion von einem 5,2-Liter-V10-Sauger. Im Renntrimm leistet das Aggregat aber 620 PS statt 610 PS.

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