Honda UK baut den schnellsten Rasenmäher der Welt

Was ist der beste Freund des Mannes? Sein Auto. Oder auch der Hund. Und der Aufsitzrasenmäher. Obwohl die Gärten nicht größer werden, wird immer öfter zum Rasentraktor gegriffen. Inzwischen gibt es sogar eigene Rennserien. Der wahrscheinlich durchgeknallteste Mäher kommt aber aus England und trägt den Namen ,Mean Mower", frei übersetzt ,fieser Mäher".

Werk des Wahnsinns
Die Idee zum teuflischen Grasschnippler entstand in Teamarbeit von Honda UK und dem Team Dynamics, das mit Honda-Rennautos die britische Tourenwagen-Meisterschaft BTCC gewonnen hat. Der Auftrag für Team Dynamics: Baut einen Rasentraktor, der extrem schnell ist, aber trotzdem noch mähen kann. Heraus kam ein Mini-Monster: 209 km/h Spitze, in vier Sekunden von null auf 96 km/h. Und das Ganze bei brüllenden 130 Dezibel, so laut wie ein Düsenjäger beim Start.

Motor vom Motorrad
Praktischerweise hat Honda nicht nur Rasenmäher im Programm, sondern auch Motorräder und Quads. Als Basis des Rekordmähers diente ein Rasentraktor vom Typ HF2620, der ein völlig neues Chassis bekam. Dort hinein wurde die 1000-Kubik-Maschine mit 110 PS aus einer Honda VTR Firestorm verpflanzt, hinzu kamen Aufhängung und Räder eines Quads. Bis hierhin klingt der Umbau nicht schwierig, doch die Vorgabe lautete, den originalen Look beizubehalten. Daher entstand das Mähgehäuse aus leichtem Fiberglas. Der Grasauffangbehälter wurde zum Heim für den 15-Liter-Tank, einen Hochleistungs-Ölkühler und einen zweiten Wasserkühler.

Schneller mähen
Rasen mähen lässt sich mit dem aufgemöbelten Mäher dennoch: Zwei Elektromotoren betätigen ein drei Millimeter dickes Scherblatt mit unglaublichen 4.000 Umdrehungen pro Minute. Auf Gras ist der 2,40 Meter lange Trecker 24 km/h schnell und damit doppelt so fix wie das Original. Geschaltet wird per Paddels am Lenkrad, sechs Gänge stehen zur Verfügung. Die Lenkung stammt aus einem Morris Minor, hinzu kommen Cobra-Sportsitze und ein Abgassystem der Firma Scorpion.

Risiko-Freude
Wer den Super-Mäher voll ausreizen möchte, sollte keine Angst und eine gute Lebensversicherung haben. Das 140 Kilogramm schwere Gerät produziert 96 Newtonmeter maximales Drehmoment und ein Leistungsgewicht von 540 PS pro Tonne. Wie bereits erwähnt, schafft der rasende Rasenmäher 209 km/h beziehungsweise 130 Meilen pro Stunde. Ausgereizt wurde das noch nicht, aber auf einem Rundkurs lagen bereits 160 km/h an. Dabei brüllt der Motor mit besagten 130 Dezibel, doch auch im Leerlauf ist es nicht viel besser. 98 Dezibel entsprechen einem Presslufthammer getreu dem Motto: Taub, aber glücklich.

Gras geben