Concept Car auf der IAA 2013 zeigt den künftigen Smart-Viersitzer

Die Idee, vom Cityflitzer Smart ein Modell für mehr als zwei Leute anzubieten, ist nicht neu: Bereits im Jahr 2004 kam ein Viersitzer namens ,Forfour" in den Handel. Das fünftürige Schrägheckmodell teilte sich die Plattform mit dem Mitsubishi Colt. Bei den Kunden kam der bieder gezeichnete XXL-Smart jedoch nicht so gut an, sodass er schon 2006 die automobile Bühne wieder verließ. Doch nun geht die Geschichte weiter: Auf der diesjährigen IAA (12. bis 22. September 2013) zeigt die Daimler-Tochter mit einem Concept Car, wie ein künftiger Smart für vier aussehen könnte.

Futuristische Sitze
Die Studie heißt ,Fourjoy", was wohl als phonetisches Sprachspiel sehr frei übersetzt ,Spaß zu viert" bedeuten soll. Das Design des Kurzen lehnt sich an die Konzeptautos Smart For-us und Forstars an, die auf den Automessen in Detroit beziehungsweise in Paris im Jahr 2012 gezeigt wurden. Bei der aktuellen Studie fehlen allerdings die Türen, die Heckscheibe und große Teile des Daches – den Messegästen wird ein freier Blick auf den Innenraum ermöglicht. Dort fallen vor allem die futuristisch gestylten Sitze auf, die wie aus einem Guss wirken. Zu den weiteren Besonderheiten gehören ein massiver Instrumententräger aus transparentem, beleuchtetem Plexiglas und ein kugelförmiges Kombiinstrument. Dieses soll an den allerersten Fortwo erinnern. Und natürlich dürfen auch Smartphones im Smart nicht fehlen, auch wenn die Namensgleichheit eher zufällig ist: Im Armaturenbrett und auf dem Mitteltunnel im Fond finden sich zeitgemäß Dockingstationen für moderne Handys.

Elektroantrieb aus dem Fortwo ed
Im Heck ist der Elektroantrieb des aktuellen Smart Fortwo ed untergebracht. Der 55-kW-Permanentmagnetmotor wird von einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 17,6 kWh versorgt. Wenn dieser Akku leer ist, lässt er sich in sieben Stunden an der Haushaltssteckdose oder Ladestation wieder aufladen. Mit dem 22-kW-Bordlader und einem Schnellladekabel geht es schneller: Dann ist nach unter einer Stunde wieder der volle Saft da.

Elektroboards, Helme und eine Kamera
Am Dachholm des Fourjoy sind zwei so genannte Longboards befestigt. Das sind elektrisch angetriebene Skateboards, die in der Stadt für kürzere Strecken benutzt werden können. Die entsprechenden Helme dafür sind hinter den Rücksitzen untergebracht, dort findet sich auch eine herausnehmbare HD-Kamera für Actionaufnahmen.

Viersitzer kommt Ende 2014 auf den Markt
Die Studie Fourjoy ist 3,49 Meter lang, 1,98 Meter breit, 1,49 Meter hoch und bietet einen Wendekreis von nur 9,10 Meter. Das Gefährt auf der Messe ist mehr als ein reines Showcar: Das Serienmodell des Viersitzers wird gemeinsam mit Kooperationspartner Renault entwickelt und soll Ende 2014 kommen. Das Auto wird mit dem kommenden Twingo eine gemeinsame Plattform haben, die Karosserie der Smart-Variante wird viele Designmerkmale des Fourjoy übernehmen. Und sicherlich wird auch viel vom Look des Konzeptautos beim neuen Fortwo wiederzufinden sein, der bereits im April 2014 starten könnte.

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