Adams Sohn: Fünftüriger Kleinstwagen debütiert im Sommer 2015

Nach dem Adam bringt Opel nun den Karl. Das klingt komisch, ist aber so: Der für ein Automodell ungewöhnliche Name ist eine Hommage an Carl Opel, einen der fünf Söhne von Adam Opel. Der Karl wird das neue Einstiegsmodell der Marke sein und im Sommer 2015 zu den Händlern kommen.

Karl in allen Ländern
Auf Nachfrage war aus der Opel Pressestelle immerhin zu erfahren, dass der Kleinstwagen in den meisten europäischen Ländern als ,Karl" verkauft wird – ob er dann beispielsweise in Spanien ,Carlos" ausgesprochen wird, bleibt abzuwarten. Dabei erklärt Opel seine Namensfindung recht seltsam: Der Adam soll ja nach Sicht des Unternehmens englisch "Äddäm" ausgesprochen werden, weil er mit Unternehmensgründer Adam Opel nichts zu tun habe. Jetzt allerdings muss auf einmal Adam Opels Sohn Carl herhalten, um die neuerliche Namensfindung zu erklären. Die Briten halten sich aus dem Kuddelmuddel schon mal raus: In Großbritannien wird der Wagen unter dem Label der Schwestermarke Vauxhall als ,Viva" gehandelt. Die soll einer mal verstehen, die Opels ...

Wie wär`s mit Karla?
Wir meinen außerdem, dass zu Corsa, Agila, Meriva, Astra, Mokka, Antara, Insignia und Cascada die weibliche Form "Karla" wesentlich besser gepasst hätte. Vielleicht überlegt es sich die Opel-Marketingabteilung ja noch einmal und bietet zwei Varianten an. Dann könnten die Herren der Schöpfung den Opel Karla kaufen (oder doch den Karl, als besonderes Statement) und die Damenwelt greift zu Karl, dem Kerl. Ob der kräftig wird, weiß man übrigens noch nicht – zu den Motoren hält Rüsselsheim sich noch bedeckt.

Fünf Türen, fünf Sitzplätze
Mit einer Länge von 3,68 Meter ist der Karl zwei Zentimeter kürzer als der Adam. Und dennoch soll der dann kleinste Rüsselsheimer fünf Türen haben und fünf Leuten Platz bieten. Dass der stets dreitürige Adam als Plattformspender herhalten muss, ist wahrscheinlich, wird aber vom Hersteller weder bestätigt noch dementiert. Weitere Informationen zum Karl wird es erst zu einem späteren Zeitpunkt geben. Das Auto könnte auf dem Genfer Autosalon im Frühjahr 2015 im Rampenlicht stehen. Über den Preis lässt es sich nur spekulieren. Der günstige Adam kostet zurzeit 11.750 Euro. Da Opel den Karl aber darunter darunter positionieren will, dürfte er durchaus weniger als 10.000 Euro kosten und Billig-Marken wie Dacia und Lada Käufer abspenstig machen.

Adam Rocks und Corsa kommen noch 2014
Mit dem Karl wächst Opels Angebot kleiner Autos weiter. 2013 erschien der Lifestyle-Flitzer Adam und verkauft sich seither wie geschnitten Brot. Noch im September 2014 wird der Adam Rocks zu den Händlern kommen, ein höhergelegter Naturbursche mit großen Faltdach. Der neue Corsa wird auf dem Pariser Autosalon (4. bis 19. Oktober 2014) Weltpremiere haben und ab Ende 2014 verkauft werden.

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