VW zeigt mit der Studie Tristar den neuen T6

Es ist der Paukenschlag auf der diesjährigen Nutzfahrzeug-IAA in Hannover (25. September bis 3. Oktober 2014): VW gibt mit der Studie Tristar einen konkreten Ausblick auf die nächste Transporter-Generation namens T6. Der neue VW-Bus soll 2015 an den Start rollen.

Vor der Haustür
Die wichtigste Nutzfahrzeugmesse des Jahres ist für VW quasi ein Heimspiel: Obwohl der aktuelle T5 schon seit 2003 auf dem Markt ist, bleibt die Nachfrage im Transporter-Werk Hannover ungebrochen. Laut Eckhard Scholz, dem Chef der VW-Nutzfahrzeugsparte, gibt es noch Aufträge bis ins Jahr 2015 hinein. Trotzdem schläft die Konkurrenz nicht: Mercedes greift mit der neuen V-Klasse und dem Vito an, Ford hat moderne Transit-Modelle im Programm und auch Opel möchte mit dem neuen Vivaro etwas vom Kuchen abhaben.

Ungewohnte Abmessungen
Wie man dagegenhalten will, zeigt die Studie Tristar. Ihr Name erinnert an ein besonders luxuriöses Sondermodell der T3-Doppelkabine mit Allrad aus den 1980er-Jahren. Und so hat auch der Tristar des Jahres 2014 vier angetriebene Räder. Das geschieht in Form eines permanenten Allradantriebs mit mechanischer Hinterachs-Sperre, hinzu kommt eine Höherlegung um 30 Millimeter. VW spricht von einem Pritschenwagen mit ,Extended Cab" und kurzem Radstand. Ziemlich kurz, denn der Tristar ist gerade mal 4,79 Meter lang. Zum Vergleich: Der aktuelle T5 Kastenwagen ist 4,89 Meter lang, die T5 Pritsche sogar 5,07 Meter.

Kräftiger Diesel
Als Motor kommt ein Zweiliter-TDI mit 204 PS zum Einsatz, er leistet 450 Newtonmeter bei 1.400 Umdrehungen. Damit schafft der Tristar 185 km/h Spitze. Das Aggregat ist ein Ableger des 240-PS-Diesels aus dem neuen Passat. Interessant sind neben den Transporter-untypischen 245er-Reifen mit 17-Zoll-Felgen diverse Detaillösungen. So gibt es unter der Pritsche eine wasserdichte Schublade, im Innenraum neben einem verschiebbarem Fahrer- und Beifahrersitz moderne Videokonferenzsysteme. Ob es diese Dinge inklusive der Espressomaschine in die Serie schaffen, bleibt offen. Im Frühjahr 2015 wissen wir mehr.

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