Kia-Neuheiten in Paris: Rio und Venga Facelift, Optima T-Hybrid

Kia präsentiert auf dem Pariser Autosalon (4. bis 19. Oktober 2014) geliftete Versionen von Rio und Venga sowie den Optima mit einem ungewöhnlichen Diesel-Hybridantrieb.

,B-Segment-Kompaktwagen" mit geputzter Tigernase
Auch wenn Kia den Rio als ,B-Segment-Kompaktwagen" bezeichnet, und ihn das Kraftfahrtbundesamt in die Golfklasse einstuft: Mit 4,05 Meter Länge ist das Auto eindeutig ein Kleinwagen. Nun erhält es eine optische Überarbeitung. Neu gestaltet wurden der Grill – von Kia als ,Tigernase" bezeichnet – und die Stoßfänger. Zu den Karosseriefarben kommt ein Blau. Das Interieur erhält Chrom-Akzente an den Lüftungsdüsen und eine neu gestaltete Zentralkonsole sowie andere Sitzbezüge. Außerdem sind nun eine Digitalradio-Funktion und ein verbessertes Sieben-Zoll-Navi mit Rückfahrkamera und schnellerer Routenberechnung erhältlich. Die Motorenpalette ändert sich nicht, alle Aggregate sind noch nach Euro 5 eingestuft. Zwei Benziner mit 85 und 109 PS sowie zwei Diesel mit 75 und 90 PS werden angeboten. Die Preise dürften wieder bei etwa 11.000 Euro beginnen. Die neue Version kommt Anfang 2015 in den Handel.

Venga mit (noch) größerem Grill
Ebenfalls zu Beginn des nächsten Jahres startet der geliftete Venga – auch bei diesem Minivan spricht Kia leicht irreführend von einem Kompakt-MPV. Anders als der Rio entsteht der Venga in Europa und für Europa. Deswegen ist auch das europäische Designteam in Frankfurt für das Facelift verantwortlich. Im Vergleich zum Rio ist der Kühlergrill – pardon, die ,Tigernase" – hier deutlich größer, und er wächst beim Facelift noch einmal. Das schwarzsilberne Markenlogo, das bisher in der Grillmitte prangte, wird auf die Motorhaube verschoben, wo es beim Rio bisher schon war. Am Heck fällt eine neue Chromleiste auf. Innen gibt es geänderte Metalldetails, neue Sitzbezüge und eine modifizierte Mittelkonsole. Zu den neuen Extras gehören ein beheizbares Lenkrad und – analog zum Rio – die neueste Infotainment-Generation. Die Motorenpalette wurde auch beim Venga nicht verändert. Die Aggregate unterscheiden sich von denen des Rio. Hier gibt es zwei Benziner mit 90 und 125 PS sowie einen Diesel mit 128 PS. Die Preise dürften wie bisher bei rund 14.200 Euro beginnen.

Studie Kia Optima T-Hybrid
Für den Optima bietet Kia derzeit einen Benziner, einen Diesel und einen Hybrid an. Man könnte meinen, alles wäre abgedeckt. Doch in Paris stellt Kia einen weiteren Antrieb vor. In seinen Grundzügen wurde er bereits auf dem Genfer Autosalon 2014 präsentiert, allerdings nicht in einem Fahrzeug sondern nur als Entwicklungsidee. Auch stand noch nicht fest, welcher Verbrennungsmotor eingesetzt würde. Beides wird nun nachgeholt. Die in Paris gezeigte Studie heißt Optima T-Hybrid, wobei das T für Turbo steht. Statt eines Benziners wie beim Optima Hybrid wird hier ein 1,7-Liter-Diesel eingesetzt. Es handelt sich um einen Mild-Hybrid, das heißt, der Elektromotor ist nicht sehr stark. Bei dem in Genf vorgestellten Konzept waren es 11 Kilowatt oder 15 PS. Ungewöhnlich: Der Strom kommt aus einer Blei-Kohlenstoff-Batterie mit 48 Volt Spannung. Kia gab diesem Akkutyp den Vorzug gegenüber Lithium-Ionen-Akkus, weil keine aktive Batteriekühlung nötig ist und das Recycling erleichtert wird.

Elektrischer Verdichter – zusätzlich zum Turbo
Und noch eine weitere Besonderheit gibt es: Der 48-Volt-Akku versorgt auch einen elektrischen Verdichter mit Strom, der bei niedrigen Drehzahlen das Drehmoment des Verbrennungsmotors erhöht – zusätzlich zum konventionellen Turbolader. Dieser Verdichter schließt auch das berüchtigte Turboloch. Bei niedrigem oder gleich bleibendem Tempo kann der Optima T-Hybrid auch rein elektrisch fahren. Insgesamt soll der neue Antrieb mehr Leistung bei weniger Verbrauch bringen. Erste vorläufige Messungen geben Anlass zu Optimismus: Der T-Hybrid könnte unter 99 Gramm CO2 pro Kilometer liegen – das wäre deutlich weniger als bei der aktuellen Dieselversion Optima 1.7 CRDi mit ihren 128 Gramm. Die Studie schafft außerdem den Tempo-100-Sprint in 9,0 Sekunden, also über eine Sekunde schneller als der Optima 1.7 CRDi und erreicht auch eine etwas höhere Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h.

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