Der neue Mitsuoka Roadster entsteht auf MX-5-Basis

Irgendwo zwischen nostalgisch und scheußlich-schön liegen die Fahrzeugkreationen der Marke Mitsuoka. Seit Ende der 1970er-Jahre knöpfen sich die Japaner bewährte Modelle aus heimischer Produktion vor und verpassen ihnen einen Aufbau im Stil alter englischer Autos. Was für unsere Augen oft skurril anmutet, ist in Japan durchaus erfolgreich. Bestes Beispiel ist der Viewt, ein Nissan Micra, der bei Mitsuoka zur Schrumpfausgabe des Jaguar S-Type aus den 1960er-Jahren wird. Mit dem neuesten Modell wagt sich die Firma nun in die Heimat ihrer Vorbilder: nach Großbritannien.

Typisch britisch?
Mit Blick auf den 4,57 Meter langen Roadster, der in der Heimat ,Himiko" heisst, kriegt sich Mitsuoka kaum noch ein: Hiermit würde man die Erwartungen an einen modernen Sportwagen revolutionieren. Das Design sei sportlich-britisch mit elegant fließenden Linien. Nun gut, wir würden eher sagen, so nostalgisch-schrullig wie ein Morgan, zu dem eine gewisse Ähnlichkeit besteht.

Ich war ein MX-5
Auf die eigentliche technische Basis des Roadster kommen Beobachter erst beim Blick in den Innenraum: Es ist der jüngst abgelöste Mazda MX-5 mit dem internen Code NC und festem Kunststoff-Faltdach. Während das Cockpit praktisch gleich blieb, erkennt man den MX-5 an den Türen, der Scheibe und den Außenspiegeln. Allerdings hat Mitsuoka den Radstand kräftig auf jetzt 3,03 Meter gestreckt und durch GFK-Anbauteile die Optik stark verändert. Unter der Haube arbeitet der bekannte Zweiliter-Benziner mit 160 PS. Er wird an eine manuelle Schaltung oder eine Automatik mit jeweils sechs Gängen gekoppelt. Wie beim Mazda öffnet sich das Hardtop in nur zwölf Sekunden, serienmäßig sind beheizbare Ledersitze und eine Klimaautomatik an Bord. Billig ist der per Hand erfolgte Umbau im doppelten Sinne nicht: 53.800 Pfund werden aufgerufen, das sind umgerechnet fast 74.000 Euro.

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