Neue Generation wird ab 2014 zur Baby-S-Klasse

Der Zeitplan für die nächste Generation der Mercedes C-Klasse ist straff: Premiere im Januar 2014 auf der Auto Show in Detroit, Verkaufsstart ab Mitte März 2014. Jetzt gibt Mercedes erste Details zum Innenraum und diversen technischen Features preis.

Einflüsse aus der Palette
Die ersten offiziellen Cockpitbilder zeigen einen Mix aus Stilelementen der S- und A-Klasse. Vom Luxusliner stammen die geschwungenen Linien und die runden Lüftungsdüsen. Tatsächlich wurden einige Schalter von der S-Klasse übernommen, darunter die Tasten für die Fensterheber und der Lichtdrehschalter. Das freistehende Zentraldisplay auf der Mittelkonsole erinnert wiederum an die A-Klasse. Serienmäßig ist es sieben Zoll groß, optional ist eine 8,4-Zoll-Ausführung im Angebot. Der neueste Schrei bei der deutschen Konkurrenz ist ein Touchpad mit Handschrifterkennung. Beim neuen C zieht Mercedes nach, hier wird das Feld 65 mal 45 Millimeter groß sein. Alle erkannten Zeichen werden vom System vorgelesen, ein Feature, welches insbesondere auf dem wichtigen chinesischen Markt eine Rolle spielt. Eine weitere C-Klasse-Neuheit ist das Head-up-Display. Das zirka 21 mal sieben Zentimeter große Bild schwebt gefühlt in etwa zwei Meter Entfernung vor dem Fahrer. Hochauflösend zeigt es Infos zu Tempo, Tempolimits, Navigation, und der Abstandsregelung.

Abgespeckt
Ein wichtiges Thema im Lastenheft der Mercedes-Ingenieure war auch Leichtbau. Deshalb kommen Aluminium, warm umgeformte Stahlteile und ultrahochfeste Stähle verstärkt zum Einsatz. Die Außenhaut der neuen C-Klasse besteht fast vollständig aus Aluminium. Insgesamt soll das Fahrzeug etwa 100 Kilogramm leichter als der Vorgänger sein und der Verbrauch um bis zu 20 Prozent sinken. Stichwort Fahrwerk: Hier gibt es eine neu konstruierte Vierlenker-Vorderachse, hinten wurde die Raumlenkerachse optimiert. Serienmäßig bekommen C-Klasse-Kunden künftig eine Stahlfederung geliefert, optional sind drei damit verbundene Fahrwerke im Programm: eine Komfort- sowie eine Avantgarde-Version mit selektivem Dämpfungssystem oder ein um 15 Millimeter tiefer gelegtes Sportfahrwerk. Alternativ ist eine komplette Luftfederung erhältlich. Per Schalter sind unterschiedliche Modi einstellbar. Zudem reguliert die so genannte ,Airmatic" das Niveau abhängig vom Tempo. Für schlechte Wege kann die Bodenfreiheit manuell erhöht werden.

Dufte Ideen?
Zu guter Letzt darf natürlich die fast schon übliche Armada an Assistenzsystemen nicht fehlen. Die Möglichkeiten reichen vom teilautonomen Fahren im Stau unter 60 km/h über eine selbstständige Vollbremsung bis zum automatischen Einparken in Längs- und Querparklücken. Durchaus sinnvoll ist der Verkehrszeichen-Assistent mit Falschfahr-Warnfunktion. Eher in den Bereich Spielerei fallen dagegen die automatische Umluftschaltung bei Tunnelerkennung via Satellit und die aus der S-Klasse bekannte ,aktive Beduftung".

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