Toyota auf der Tokyo Motor Show 2013

Gleich fünf neue Fahrzeuge bringt Toyota mit auf die Tokyo Motor Show (23. November bis 1. Dezember 2013). Anlässlich der Automesse in der Heimat zeigt der japanische Hersteller mit seinen Konzeptautos, wie er sich die Mobilität der Zukunft vorstellt. Zu den Premieren gehören unter anderem ein Taxi im Stil der legendären Londoner ,Black Cabs", die Studie eines Brennstoffzellenfahrzeugs sowie ein sportlicher Kompakt-Hybride.

JPN Taxi Concept
Wie könnte ein japanisches Taxi in einigen Jahren aussehen? Geht es nach Toyota, dann dienen die berühmten London-Taxis als Vorbild. Das JPN Taxi Concept erinnert jedenfalls optisch durchaus an die ,Black Cabs" – und das nicht nur wegen Farbe und Form. Kompakte Außenabmessungen sollen auch in großen Städten wie Tokio für Wendigkeit und Handlichkeit sorgen. Eine elektrische Schiebetür auf der Beifahrerseite und ein niedriger Fahrzeugboden erleichtern den Ein- und Ausstieg. Ein großer Monitor im Innenraum informiert die Fahrgäste über die Route zum Ziel und die anfallenden Kosten. Den Antrieb übernimmt ein nicht näher spezifiziertes Hybridsystem, das mit Flüssiggas (LPG) betrieben wird.

FCV Concept
Nachdem Hyundai mit dem ix35 FuelCell das erste weltweit in Serie produzierte Brennstoffzellenauto auf den Markt gebracht hat, will Toyota diesbezüglich nachziehen. 2015 soll ebenfalls ein wasserstoffbetriebenes Fahrzeug eingeführt werden. Der in Tokio vorgestellte FCV Concept bietet einen Vorgeschmack darauf. Die Reichweite der Studie soll mindestens 500 Kilometer betragen, das Betanken höchstens drei Minuten dauern, also genauso lang wie bei einem konventionell angetriebenen Fahrzeug. Die von Toyota selbst entwickelte Brennstoffzelleneinheit sowie die beiden Wasserstofftanks ermöglichen dank kompakter Bauweise Platz für vier Personen. Die Brennstoffzelle besitzt eine Leistungsdichte von drei Kilowatt pro Liter Bauvolumen und eine Leistung von 100 Kilowatt. Zudem ist das System mit einem Konverter ausgerüstet.

Toyota FV2
Einen Blick in eine deutlich weiter entfernte Zukunft wirft Toyota mit dem FV2. Das windschnittige Gefährt mit ungewöhnlicher Radanordnung (vorne und hinten jeweils ein Rad, in der Mitte zwei Räder nebeneinander) sieht aus wie eine Kreuzung aus Rennrad und Solarmobil. Gesteuert wird der Einsitzer nicht über ein Lenkrad, sondern durch Körperbewegungen des Fahrers – je nachdem, ob er sich nach vorne oder hinten, nach links oder rechts lehnt. Über so genannte ITS-Technologien (Intelligent Transport Systems) kann der FV2 mit anderen Fahrzeugen und der Verkehrsinfrastruktur in Kontakt treten. So soll der Fahrer etwa frühzeitig vor schlecht einsehbaren Kreuzungsbereichen gewarnt werden.

Voxy Concept und Noah Concept
Beim Voxy Concept und seinem Bruder Noah Concept handelt es sich um zwei geräumige Großraum-Vans. Das Fahrzeugkonzept sieht jeweils einen sehr tief liegenden Fahrzeugboden vor, was auch dem Ein- und Ausstieg zugutekommt. Sowohl der Voxy als auch der Noah sind als Siebensitzer ausgelegt. In der mittleren der drei Sitzreihen gibt es so genannte ,Captain Seats", die über einen besonders weiten Längseinstellbereich verfügen. Für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung können die Fahrzeuge mit einer Rampe und einem speziellen Sitz ausgestattet werden. Als Antrieb stehen für beide Fahrzeuge wahlweise ein Zweiliter-Benziner oder ein Vollhybridsystem mit 1,8-Liter-Benziner zur Verfügung. In Japan sollen die beiden Vans im Frühjahr 2014 auf den Markt kommen.

Aqua G Sports, i-Road und FT-86 Open Concept
Ebenfalls auf dem Toyota-Messestand in Tokio zu sehen ist der Aqua G Sports. Dabei handelt es sich um einen sportlichen Kompaktwagen mit Hybridantrieb, der von Gazoo Racing veredelt wurde, und noch im November 2013 in Japan zu kaufen sein wird. Mit dem dreirädrigen i-Road und einer Cabrio-Version auf Basis des Sportcoupés GT86 werden zwei weitere Studien erstmals in Japan gezeigt, die allerdings schon auf früheren Messen ihr Debüt gaben.

Bildergalerie: Toyota in Tokio