340 km/h: G-Power schickt entfesselten Muskel-BMW los

Tuner G-Power, bekannt für extrem starke BMW-Umbauten, präsentiert den ersten ,Hurricane" auf Basis des M3. Bis dato war dieser Namenszusatz den M5 und M6 vorbehalten. Der erste Wirbelsturm dieser Art war im Jahr 2008 der per Bi-Kompressor-System aufgeladene M5 Hurricane RS mit 750 PS. Mit einer Spitze von 367 km/h war er damals die schnellste Limousine der Welt. Zwei Jahre später legte der 800 PS starke M5 Hurricane RR nach und verbesserte den eigenen Rekord auf 372,1 km/h. Nach den Angaben des Tuners ist dieser im Jahre 2010 erzielte Rekord bis heute ungebrochen. Das bis jetzt aktuellste Hurricane-Modell ist der so genannte G1 V8 Hurricane RS, ein BMW 1er M Coupé. Er wird vom V8 aus dem M3 beflügelt, allerdings wurde die Maschine mittels zusätzlicher Kompressor-Aufladung auf stolze 600 PS gebracht.

Hubraum auf 4,6 Liter erhöht
Gefehlt in der Hurricane-Reihe hatte bis dato der M3, diese Lücke will der Tuner nun schließen. So wird dem V8 des Mittelklässlers nicht nur ein Kompressor- System verpasst, auch Kolben, Pleuel und Kurbelwelle werden durch speziell verstärkte Teile ersetzt. Dadurch erhöht sich der Hubraum von 4,0 auf 4,6 Liter. Die Öl-, Wasser- und Ladeluftkühler wurden angepasst, um die thermische Gesundheit des Systems zu gewährleisten. Das Abgas wird von einer Titan-Anlage entsorgt, sie spart gegenüber dem Seriensystem etwa 26 Kilogramm an Gewicht.

340 km/h Spitze
Das Ergebnis aller Maßnahmen ist gewaltig: Die Maschine powert mit 720 PS bei 8.100 Umdrehungen. Das maximale Drehmoment von 700 Newtonmeter liegt bei 5.900 Touren an. Mit Hilfe dieser Kraft katapultiert sich der M3-Hurricane in 3,7 Sekunden auf Tempo 100 und in 9,5 Sekunden auf 200 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 340 km/h.

Carbon-Kit und Keramik-Bremse
Ein Carbon-Aerodynamikpaket lässt den Super-BMW auch optisch mit viel Macht blasen. Es besteht aus einem Frontspoiler, einer neuen Motorhaube und einer modifizierten Kofferraumhaube inklusive Abrisskante. Als Unterbau wird ein individuell einstellbares Gewindefahrwerk montiert, das mit 20-Zöllern den Kontakt zum Boden herstellt. An der Vorderachse werden 255er, hinten 295er-Gummis aufgezogen. Um eine standesgemäße Verzögerung kümmert sich an Vorder- und Hinterachse eine Keramikbremsanlage. Vorn arbeiten sechs Kolben und 396 Millimeter große Scheiben zusammen, hinten sind es vier Kolben und 380-Millimeter-Scheiben.

Ab 191.800 Euro
Natürlich sind auch die Euro-Zahlen hinter den einzelnen Posten groß. Das Kompressor-System, die Motormodifikation inklusive Hubraumerweiterung und die Titanabgasanlage summieren sich auf 49.564 Euro, hinzu kommt noch die Montage. Der Carbon-Frontspoiler kostet 2.142 Euro, die speziellen Motor- und Kofferraumhauben sind für 4.284 Euro beziehungsweise 3.927 Euro zu haben. Der Michelin-bereifte 20-Zoll-Radsatz erhöht den Preis um 5.325 Euro. Und auch die Keramik-Bremsanlage ist nicht billig: Für die Vorderachse sind 17.208 Euro fällig, für hinten sind es noch einmal 14.015 Euro. Das komplette Auto wechselt ab 191.800 Euro den Besitzer.

Hurricane bläst mit 720 PS