Ford-Studie Ka Concept gibt Kleinwagen-Ausblick

Der Ort des Debüts mag uns Europäer erstaunen, ist aber mit Bedacht gewählt. Im brasilianischen Camacari hat Ford die Studie Ka Concept gezeigt. Seit vielen Jahrzehnten ist Ford in Südamerika präsent. Also ein Auto für diese Gegend? Nicht nur, denn der jetzt gezeigte Ka der Zukunft soll auf der ganzen Welt angeboten werden.

Autos für die Welt
Das Vorbild für die Ka-Strategie ist das in Brasilien entwickelte, kleine SUV namens Ecosport, das in seiner Neuauflage den Weg nach Europa gefunden hat. Das entspricht der Devise, die Ford seit einiger Zeit ausgibt, nämlich globale Modelle nach dem Motto ,One Ford" zu entwickeln. So wird der US-Fusion zum neuen Mondeo und auch den nächsten Mustang zieht es nach Europa. Der neue Ka ist im so genannten ,Sub-B-Segment" angesiedelt, also leicht unterhalb des Fiesta, weshalb von rund 3,80 Meter Länge ausgegangen werden kann. Besonders in Südamerika und Asien verspricht man sich in dieser Klasse hohe Zuwachsraten.

Start frühestens 2015
Mit technischen Details zum künftigen Ka hält sich Ford noch zurück, jedoch sieht die Studie schon sehr seriennah aus. Doch in Europa wird man sich noch bis mindestens 2015 gedulden müssen. Dann gibt es vier Türen, womit dem Trend gefolgt wird. Die Konkurrenz wie der Hyundai i10, aber auch der kommende Renault Twingo weisen ebenfalls hintere Türen auf. Die sachliche Optik lehnt sich an Fiesta und B-Max an. Außerdem wird der neue Ka etwas wachsen, denn er muss zwei gleichnamige Vorgänger ersetzen: Der Europa-Ka ist 3,62 Meter kurz und teilt sich Technik mit dem Fiat 500, während der Südamerika-Ka 3,84 Meter lang ist und auf der allerersten Ka-Generation aus den 1990er-Jahren basiert. Das neue Weltmodell bekommt das bekannte Sync-Infotainment-System inklusive Docking-Station für mobile Geräte, zudem dürfte hierzulande der Einliter-Ecoboost-Benziner mit 100 PS als gesetzt gelten.

Gallery: Einer für alle