Designfirma kreuzt Porsche 911 und Citroën DS

Stellen Sie sich einmal vor, man würde Heidi Klum mit der jungen Brigitte Bardot kreuzen. Auch im automobilen Bereich gibt es deutsch-französische Legenden der Schönheit, allen voran der Citroën DS und der Porsche 911. Wie es aussehen könnte, wenn man diese beiden Fahrzeuge miteinander vereint, zeigt nun die Firma Brandpowder.

Reine Platzfrage
Die Geschichte klingt auf den ersten Blick plausibel, zumal DS und 911 im seitlichen Profil durchaus Gemeinsamkeiten haben. Mehr aber auch nicht, zu unterschiedlich sind die Fahrzeuge von ihrem Zuschnitt, dem Gewicht und der Länge. Und nicht zu vergessen: Wohin mit dem Motor? Der Dreiliter-Turbo mit 300 PS aus dem ersten 911 Turbo sollte es sein. Die Lösung: Quereinbau und die Verschiebung der Rückbank um 25 Zentimeter nach vorne. Weil der Porsche den vorderen Teil des ,911 DS" bildet, musste zudem die Windschutzscheibe weiter nach oben gezogen werden.

Merkel schaut zu
Geht man nach den veröffentlichen Bildern und der Geschichte, die Brandpowder dazu auftischt, müsste es tatsächlich einen 911 DS geben: Zu sehen sind ein 911-Vorderwagen und der Ansatz eines Aluminium-Chassis. Außerdem habe man alles am Computer per 3D-Simulation durchgerechnet, ehe ein gewisser Stuart Johnson, ein Picasso unter den Blechkünstlern, an die Arbeit ging. Das fertige Resultat habe ein britischer Testpilot getestet, der zu dem Fazit kam: ,Als wenn man deutschen Champagner trinkt!" Bis hierhin klingt die Geschichte glaubwürdig. Doch angeblich habe sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel das Projekt interessiert verfolgt und ihr französischer Amtskollege Francois Hollande habe gar selbst eine flotte Runde mit dem 911 DS gedreht.

Alles nur ausgedacht
Spätestens jetzt ist klar, dass es den 911DS in der Realität gar nicht gibt, zumal auch das ominöse Automagazin, von dem ein Titelbild mit dem 911 DS gezeigt wird, nicht existiert. Glatt erfunden sind zudem Stuart Johnson und die anderen Beteiligten. Mit der virtuellen Computermontage will Brandpowder unsere Sehgewohnheiten auf eine Probe stellen. Schön ist das Ergebnis allemal. Vielleicht finden sich ja ein paar Hobbyschrauber mit viel Zeit, die die deutsch-französische Mischung Realität werden lassen.

Bildergalerie: Traum oder Alptraum?