Der Gallardo-Nachfolger bekommt einen neuen Namen

Die Wahl des richtigen Modellnamens für ein neues Auto ist so eine Sache: Er muss passen und weltweit auszusprechen sein, ohne eine zwielichtige Doppelbedeutung zu haben. Gut, wenn man seinen Autos über mehrere Generationen den gleichen Namen gibt. Nicht so bei Lamborghini, wo bei jedem Modellwechsel eine neue Bezeichnung vergeben wird. Bestes Beispiel ist der Gallardo-Nachfolger, der nun wohl Huracan heißen soll. Erlkönigbilder geben immer mehr von seiner Optik preis.

Akute Verwechslungsgefahr
Lange Zeit galt Cabrera als Modellname gesetzt. Er hätte durchaus Sinn gemacht, denn dabei handelt es sich wie beim Gallardo um eine Zuchtlinie von Kampfstieren. Nun scheint es so, als habe Porsche dezent darauf hingewiesen, dass Carrera sehr ähnlich klingt. Dann also Huracan. Diese Bezeichnung leitet sich vom Maya-Gott des Windes ab, der übrigens auch Pate des Hurrikan ist. (Ob sich nun Porsche wegen des phonetisch verwandten Macan meldet, bleibt offen.)

Der Baby-Aventador
Optisch zeigt der jetzt ertappte Erlkönig klare Parallelen zum größeren Aventador auf. Recht markant sind die schmalen Rückleuchten, die sich quer über das gesamte Heck strecken. Diese Anleihe stammt vom 2013 gezeigten Veneno. Noch offen ist, ob die Karosserie des Huracan wie beim Gallardo eine Alu-Spaceframe-Struktur hat oder wie beim Aventador weitestgehend aus Kohlefaser besteht. Hinsichtlich des Antriebs bleibt es beim 5,2-Liter-V10, der voraussichtlich auf rund 600 PS gebracht wird. Ein Allradantrieb hilft dabei, die Kraft auf die Straße zu bekommen. Später wird wie beim Gallardo eine Version mit Hinterradantrieb nachgereicht. Sein Debüt gibt der Huracan auf dem Genfer Automobilsalon im März 2014, bevor im Sommer des Jahres der Verkauf startet.

Erwischt: Lambo Huracan