Porsche Macan debütiert in Los Angeles

Bereits 2010 beschloss Porsche den Bau eines ,Baby-Cayenne". Seitdem gingen drei lange Jahre ins Land. Nun gibt es endlich erste offizielle Bilder und Informationen zum Macan. Live ist das Auto auf der Los Angeles Auto Show 2013 (22. November bis 1. Dezember 2013) erstmals zu sehen. Marktstart ist am 5. April 2014.

,Der Sportwagen unter den Kompakt-SUVs"
Mit seiner fünften Baureihe ist auch Porsche künftig im beliebten Segment der Kompakt-SUVs vertreten. Der Stuttgarter Hersteller will das Auto als ,ersten Sportwagen unter den kompakten SUVs" positionieren. Wer ein SUV mit typisch hoher Sitzposition sucht, ist mit dem Macan offenbar falsch beraten: Fahrer und Beifahrer sitzen laut Porsche sportwagentypisch tief. Dazu passt, dass die Höhe von 1,62 Meter ein paar Zentimeter geringer ist als bei den Konkurrenten BMW X3 und Audi Q5. Der Radstand ist beim Macan exakt gleich groß wie beim Audi Q5, der auch die technische Basis abgibt. Mit knapp 4,70 Meter ist der Porsche aber geringfügig länger als Q5 und X3. Trotz größerer Außenlänge bleibt das Kofferraumvolumen hinter den Konkurrenten zurück: Der Macan bietet 500 bis 1.500 Liter. Weniger Platz hat der Land Rover Evoque, der allerdings auch über 30 Zentimeter kürzer als der Macan ist. Die Optik des Neulings lehnt sich stark an die des Cayenne an. Am Heck fallen die Leuchten allerdings deutlich schmaler aus als bei dem großen SUV.

Drei Motorisierungen
Drei Macan-Varianten gibt es vom Start weg. Allen gemeinsam ist der serienmäßige Allradantrieb mit elektronisch geregelter Lamellenkupplung und ein Doppelkupplungsgetriebe (PDK) mit sieben Gängen. Von Vierzylindermotoren, über die im Vorfeld oft spekuliert wurde, ist noch nichts zu hören. Zumindest zunächst sorgen ausschließlich V6-Motoren für den Vortrieb. Das Grundmodell, der Macan S, wird von einem 3,0-Liter-Biturbo mit 340 PS angetrieben und beschleunigt in 5,4 Sekunden von null auf 100 km/h. Mit dem optionalen Sport-Chrono-Paket geht es noch zwei Zehntelsekunden schneller. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 254 km/h, der Verbrauch im EU-Fahrzyklus 8,7 Liter auf 100 Kilometer.

Neuer 3,6-Liter-Biturbo
Topmodell der Baureihe ist der Macan Turbo mit einem 400 PS starken 3,6-Liter-Biturbo, der erstmals bei Porsche eingesetzt wird. Mit dieser Leistung ist das Auto mit Abstand das stärkste Kompakt-SUV auf dem Markt. So beschleunigt das Fahrzeug in 4,8 Sekunden auf 100 km/h, oder in 4,6 Sekunden mit dem Sport-Chrono-Paket. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 266 km/h angegeben. Der Normverbrauch liegt allerdings auch bei 8,9 Liter. Deutlich sparsamer ist der Macan S Diesel mit seinem 3,0-Liter-Turbodiesel und 258 PS. Der Normverbrauch beträgt 6,1 Liter. Das Aggregat ermöglicht einen Sprint von null auf 100 km/h in 6,3 Sekunden und eine Spitze von 230 km/h. Auch hier kann man den Spurt mit dem Sport-Chrono-Paket um zwei Zehntelsekunden abkürzen. Bei dem Dieselantrieb dürfte es sich um das gleiche Aggregat wie im Audi Q5 3.0 TDI Clean Diesel handeln. Wie dieses Modell hält auch der Porsche bereits die Euro-6-Abgasnorm ein.

Luftfederung als Extra verfügbar
Zur Serienausstattung gehören eine Start-Stopp-Automatik, ein Multifunktions-Lenkrad mit Schaltpaddles sowie eine elektrisch betätigte Heckklappe. In der Extraliste fällt die Luftfederung auf – ein Unikum in diesem Segment. Verfügbar ist auch eine speziell auf den Macan abgestimmte Version des Systems Porsche Torque Vectoring Plus. Es ermöglicht eine variable Verteilung des Antriebsmoments an den Hinterrädern in Verbindung mit einer elektronisch geregelten Hinterachs-Quersperre. Hinzu kommt das Dynamic Light System Plus (PDLS Plus), das die Leuchtweite der Scheinwerfer stufenlos an die Verkehrsverhältnisse anpasst.

Ab 57.930 Euro
Gefertigt wird der Macan im Werk Leipzig. Die Produktion ist auf rund 50.000 Fahrzeuge pro Jahr ausgelegt. Die Preise beginnen bei 57.930 Euro für den 340 PS starken Macan S. Gleichauf liegt das Dieselmodell. Zum Vergleich: Der gleich motorisierte Audi Q5 3.0 TDI Clean Diesel kostet nur 50.800 Euro. Für das 400 PS starke Macan-Topmodell werden 79.826 Euro fällig. Der ebenfalls 400 PS starke Cayenne S ist bereits für rund 3.000 Euro weniger zu haben.

Endlich: Der Baby-Cayenne