Subaru zeigt in Los Angeles den neuen WRX

WRX: Diese drei Buchstaben enthalten für Subaru-Fans so viel Magie wie woanders das Kürzel GTI. Traditionell nennt die japanische Marke die PS-starken Ableger des Impreza schon seit geraumer Zeit nur noch WRX und WRX STI. Auf der Motor Show in Los Angeles (22. November bis 1. Dezember 2013) debütiert nun der neue WRX.

Eine Frage der Abkürzung
Bei so vielen Kürzeln kann man glatt durcheinander kommen, deshalb ein kurzer Blick in die Historie: 1992 startete der erste Subaru Impreza WRX mit Leistungen zwischen 220 und 240 PS aus einem Zweiliter-Turbovierzylinder. 2007 gab es in Deutschland letztmals einen WRX zu kaufen, das Nachfolgemodell wurde aber in der Schweiz angeboten. Beiden gemeinsam war ein 2,5-Liter-Motor mit 230 PS. Die Basis für die erfolgreichen Subaru-Rallyefahrzeuge war hingegen der stärkere Impreza WRX STI. Seit 2010 nur noch WRX STI genannt, hatte dieser zuletzt 300 PS unter der Haube. Vereinfacht ausgedrückt: Das Power-Doppel ist in etwa das, was bei VW der Golf GTI und der Golf R sind.

Limousinen-Basis
Aber Namen sind Schall und Rauch, blicken wir auf die neuen WRX-Tatsachen: Unverkennbar bildet der Stufenheck-Impreza die Basis, für den sportlichen Auftritt sorgen unter anderem Lufteinlässe im Kotflügel und Seitenschweller. Vor allem deswegen ist der 4,59 Meter lange Wagen 5,5 Zentimeter breiter als die Normalausführung. Weitere optische Highlights sind ein in de Stoßfänger integrierter Diffusor und Doppel-Endrohre sowie ein dezenter Heckspoiler. Gerade das unterscheidet ihn vom WRX STI, der mit einer fetten ,Theke" umherfährt. Sowohl bei den Scheinwerfern als auch den Rückleuchten des neuen WRX kommt LED-Technik zum Einsatz.

Kraftvolle Leistung
Innen erblickt der WRX-Pilot ein unten abgeflachtes Sportlenkrad und eine Anzeige für den Ladedruck in der Mittelkonsole. Die ist auch notwendig, denn den Antrieb übernimmt ein Turbo-Boxer mit Benzindirekteinspritzung und zwei Liter Hubraum. Das Aggregat leistet 272 PS und stellt 350 Newtonmeter maximales Drehmoment bei 2.000 Touren bereit. Selbstverständlich ist beim Subaru ein Allradantrieb an Bord. Per ,Active Torque Vectoring" können die Antriebsmomente links und rechts unterschiedlich verteilt werden. Zudem bietet das VDC genannte ESP diverse Modi an. Der WRX-Kunde kann zwischen einer Sechsgang-Schaltung oder einer stufenlosen Sport-Lineartronic wählen. Letztere bietet eine manuelle Schaltebene mit acht vorprogrammierten Schaltstufen. Ob und wann der WRX nach Deutschland kommt, ist noch offen.

Scharfes Stufenheck