Serienversion des Infiniti Q30 steht auf der IAA

Bereits 2013 hat Infiniti auf der Frankfurter Internationalen Automobil-Ausstellung den Q30 als Studie vorgestellt. Nun zeigt der in Hongkong beheimatete Nobel-Ableger von Nissan ein erstes Bild der Serienversion. Sie wird im Herbst auf der diesjährigen IAA (17. bis 27. September 2015) zu sehen sein. Nach der Messe kommt der Wagen dann auf den Markt – der Verkauf in Europa soll noch 2015 beginnen.

Optisch kaum verändert
Der Kompaktwagen – die offizielle Bezeichnung lautet Q30 Active Compact – entstand im Rahmen einer Kooperation mit Daimler und basiert auf der Mercedes A-Klasse. Mit den Stuttgartern arbeitet der Renault-Nissan-Konzern schon seit 2010 zusammen. Aus dieser Quelle stammen auch die baugleichen Pärchen Renault Twingo und Smart Forfour sowie Renault Kangoo und Mercedes Citan. Infiniti empfiehlt den Q30 allen ,Kunden, die auf der Suche nach urbaner Individualität sind". Die Marke preist außerdem die dynamischen Fahreigenschaften und das gute Handling an und verspricht viele handgearbeitete Elemente im Interieur. Optisch hat sich nur wenig gegenüber der Studie verändert. Es bleibt bei dem expressiv geschwungenen Karosseriedesign. Der Q30 tritt deutlich selbstbewusster auf als die vergleichsweise biedere A-Klasse.

177-PS-Diesel aus der A-Klasse?
Zum Antrieb macht Infiniti noch keine Angaben. Dass das Auto sämtliche A-Klasse-Motoren – es sind derzeit sechs Benziner und vier Diesel – übernimmt, ist wegen der zu erwartenden Stückzahlen unwahrscheinlich. Infiniti dürfte sich auf ein oder zwei Aggregate beschränken. Das jetzt gezeigte Fahrzeug trägt die Motorenbezeichnung 2.2d am Kotflügel, was auf den 2,1-Liter-Motor der A-Klasse hinweisen könnte. Dieser Motor arbeitet in der alten 170-PS-Version mit Euro-5-Einstufung auch im Infiniti Q50 2.2d sowie im Q70 2.2d. Der Q30 könnte stattdessen die neue Euro-6-Version mit 177 PS erhalten.

Offroad-Variante kommt nach
Eine Variante mit Offroad-Design namens QX30 soll 2016 auf den Markt kommen. Zu vermuten ist, dass diese Version dann auch mit Allradantrieb zu haben sein wird. Eine Studie war im Frühjahr 2015 auf dem Genfer Autosalon zu sehen. Sie unterschied sich nur in Details wie einer anderen Schürze, einer Dachreling, großen 21-Zöllern und optisch hervorgehobenen Radhäusern. Gefertigt werden Q30 und QX30 im britischen Sunderland. Von dort sollen die beiden neuen Modelle nicht nur aufs europäische Festland, sondern auch nach Nordamerika und China gehen.

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