Stattliche 350 Turbo-PS im Volvo S60/V60 Polestar

Für Volvo-Fans ist ,Polestar" ein vertrauter Begriff: Das Rennsportunternehmen ist nicht nur offizieller Partner des schwedischen Herstellers, es gibt auch ein gleichnamiges Power-Upgrade für die stärksten Volvo-Motoren. Nun legen die Schweden noch einen Scheit drauf und präsentieren eine limitierte Kleinserie spezieller Polestar-Boliden auf Basis der Limousine S60 und des Kombi V60.

350 PS, 500 Newtonmeter
Beide Karosserievarianten werden vom Dreiliter-Reihensechszylinder aus dem T6 auf Trab gebracht. Der Otto ist schon in der Normalversion nicht gerade ein Spargeltarzan und schickt 304 PS auf die Straße. Für den Einsatz im Polestar-Modell werden Turbolader und Ladeluftkühlung modifiziert. Im Ergebnis wirft das Aggregat bei 5.700 Touren knackige 350 PS in den Ring und powert zwischen 2.800 und 4.750 Umdrehungen mit bemerkenswerten 500 Newtonmeter. Ein neues 2,5-Zoll-Abgassystem aus rostfreiem Stahl mit 3,5-Zoll-Endrohren soll einen kehligeren Sound spielen.

Strafferes Fahrwerk
Die Kraft wird auf ein Sechsstufen-Automatikgetriebe geschickt und dann an den Haldex-Vierradantrieb weitergeleitet. Getriebe, Allradantrieb und Traktionskontrolle sind neu abgestimmt worden, um unter allen Bedingungen die bestmögliche Traktion zu bieten. Das Fahrwerk des Nordländers wird straffer ausgelegt und mit Hochleistungs-Stoßdämpfern von Öhlins sowie 20-Zöllern bestückt, die mit 245er-Reifen bezogen sind. Laut Hersteller sind die Federn im Vergleich zum Volvo S60 R-Design um 80 Prozent steifer. Modifiziert wurde auch die Bremsanlage: Innenbelüftete 371-Millimeter-Scheiben und Sechskolben-Brembo-Zangen an der Vorderachse sollen richtig zupacken können. Ein neuer Frontsplitter sowie ein neuer Spoiler und ein neuer Diffusor am Heck kümmern sich um die Optimierung der Aerodynamik.

4,9 Sekunden auf Tempo 100
Das Ergebnis der Fitnesskur ist beachtlich: Die beiden Schweden-Renner sprinten in 4,9 Sekunden auf Tempo 100. Die Spitze ist bei 250 km/h abgeregelt. In puncto Beschleunigung ist der Volvo dann sogar eine zehntel Sekunde schneller als sein Klassengegner Audi S4: Der braucht fünf Sekunden auf hundert, hat aber auch nur 333 PS.

Marktstart in Deutschland nicht bekannt
Wer jetzt gleich seinen Volvo-Händler anrufen und einen der limitierten Sportler bestellen will, wird derzeit enttäuscht. Wann der heiß gemachte Skandinavier zu uns kommt, steht nämlich noch nicht fest. Ab Mitte 2014 sind zunächst Großbritannien, Kanada, die Niederlanden, Japan, Schweden, die Schweiz und die USA am Zug.

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