Neuer Ford Mustang Shelby GT 350 in Los Angeles

Das Debüt war im Jahr 1964, ein halbes Jahrhundert läuft seitdem die Produktion und mehr als 9,2 Millionen verkaufte Exemplare können verbucht werden: Zum 50. Geburtstag der Mustang-Baureihe schickt Ford die Fahrzeug-Ikone in die sechste Generation. Jetzt hat der Autobauer auf der LA Auto Show 2014 (21. bis 30. November) eine weitere Legenden-Neuauflage vorgestellt, den Shelby GT 350.

Sportfahrzeuge mit Straßenzulassung
Der erste GT 350 kam nur ein Jahr nach dem 1964er-Serienmodell auf den Markt. Namensgeber ist damals wie heute der 2012 verstorbene Rennfahrer und Konstrukteur Caroll Shelby, der den schon an sich leistungsstarken Serienwagen in reinrassige Sportfahrzeuge mit Straßenzulassung verwandelte. Der neue Shelby basiert jetzt auf der kommenden Mustang-Generation und wurde in einigen Kriterien weiterentwickelt sowie überarbeitet.

Interpretation eines Hochleistungsmotors
Das Herzstück des neuen Ford Mustang Shelby GT 350 ist ein völlig neues V8-Triebwerk. Das Brennraumvolumen von 5,2 Liter und den daraus resultierenden 500 PS sowie 540 Newtonmeter maximales Drehmoment machen die laut Ford ,typisch amerikanische Interpretation eines Hochleistungsmotors" zum derzeit stärksten Ford-Serienaggregat. Ganz unamerikanisch wird dagegen die Antriebskraft übersetzt: Ein manuelles Sechsgang-Getriebe übernimmt diese Arbeit. Im Serienmustang muss man sich mit maximal 426 PS aus einem Fünfliter-V8 begnügen.

Brembo hält das Pferd im Zaum
Die Torsionssteifigkeit wurde gegenüber dem Serienmodell um 28 Prozent erhöht. Die Fahrzeugfront ist durch Spritzguss-Kohlefaserverbund optimiert, die vordere Spur verbreitert sowie das Fahrwerk mittels spezieller Dämpfer tiefer gelegt worden. Damit man das scharf gemachte Wildpferd im Zaum halten kann, sind an der Vorderachse 394-Millimeter-Bremsscheiben mit sechs Kolben, an der Hinterachse 380-Millimeter-Scheiben mit vier Kolben verbaut. Vor der Bremsanlage sitzen 19-Zoll-Alus.

Lederausstattung auf Wunsch
Um die Aerodynamik weiter zu verbessern, ist die neue Aluminium-Motorhaube gegenüber dem Basis-Mustang leicht abgesenkt worden. Zudem sollen die neuen Front- und Heckspoiler sowie der Heckdiffusor für mehr Anpressdruck bei hohen Geschwindigkeiten sorgen. Im Innenraum fallen die Recaro-Sportsitze auf, die auf Wunsch in einer Lederausstattung erhältlich sind.

Nicht für Europa
Ab 2015 wird der Mustang Shelby GT 350 – wie sein Serienpendant – über das Ford-Händlernetz vertrieben. Während der Basis-Mustang auch in Europa über dieses Netz angeboten wird, bleibt bei dem GT 350 der Gang zum Importeur nicht aus. Denn die Ikone mit der weißen Lackierung und den blauen Streifen wird in Europa nicht offiziell verkauft werden. Zu den dann aufgerufen Preisen ist bislang noch nichts bekannt.

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