VW Golf Sportsvan nun bestellbar

Nach dem im Herbst 2012 gestarteten Golf VII und dem im Sommer 2013 hinzugekommenen Golf Variant VII startet nun die Hochsitzversion der siebten Generation. Um dem Image als Rentnerauto entgegenzuwirken, heißt sie nicht mehr Golf Plus, sondern Golf Sportsvan. Im Vergleich zum Vorgänger ist der 4,34 Meter lange Sportsvan gleich 14 Zentimeter länger, aber vier Zentimeter niedriger. Im Innenraum bleibt die Variabilität erhalten, der Kofferraum wächst spürbar. Wie beim Golf Plus lässt sich die Rücksitzbank serienmäßig längs verschieben, und zwar um 18 Zentimeter. In den Gepäckraum passen nun 500 bis 1.520 Liter. Damit werden die großzügigeren Abmessungen auch innen nutzbar, denn im Golf Plus konnte man nur 395 bis 1.450 Liter unterbringen.

Diesel mit Euro-6-Einstufung
Zur Markteinführung stehen sechs Motoren zur Wahl, vier TSI und zwei TDI. Alle Aggregate im Sportsvan verfügen serienmäßig über ein Start-Stopp-System und erfüllen die Euro-6-Abgasnorm. Im Vergleich zum Vorgänger konnte der Verbrauch um bis zu 19 Prozent reduziert werden. Die Palette beginnt beim 85 PS starken 1.2 TSI, daneben gibt es einen 150 PS starken 1.4 TSI und die von den Golf-BlueTDI-Versionen her bekannten Motoren 1.6 TDI mit 110 PS sowie 2.0 TDI mit 150 PS. Die übrigen Aggregate sind laut VW-Sprecher Jakob Kähler ein 1.2 TSI mit 110 PS sowie ein 1.4 TSI mit 125 PS – offenbar Nachfolgemotoren des bekannten 1.2 TSI mit 105 PS und 1.4 TSI mit 122 PS.

Audiosystem wie beim Golf nicht Serie
Die Ausstattungen tragen wie beim Schrägheck-Golf die vertrauten Namen Trendline, Comfortline und Highline. Die Basisversion bietet elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber rundum, eine Zentralverriegelung, eine Klimaanlage, aber wie vom Golf her bekannt keinerlei Audioanlage. Für Sicherheit sorgen standardmäßig sieben Airbags, die Multikollisionsbremse, eine elektronische Differenzialsperre (XDS+) und eine elektronische Parkbremse inklusive Auto-Hold-Funktion. Ebenfalls Standard sind ein Fünf-Zoll-Touchscreen und ein variabler Ladeboden.

Erstmals Totwinkelwarner und Ausparkassistent
Mit dem neuen Golf Sportsvan kommen auch neue Technologien in den Hochsitz-Golf – sogar solche, die im normalen Golf noch nicht verfügbar sind. So gibt es erstmals einen Totwinkelwarner, der hier mit einem Ausparkassistenten kombiniert wird. Das System warnt nicht nur während der Fahrt vor Fahrzeugen im toten Winkel, sondern erkennt beim Rückwärts-Ausparken auch seitlich herannahende Verkehrsteilnehmer. Droht eine Kollision, aktiviert die Elektronik des Ausparkassistenten automatisch eine Notbremsfunktion.

Etwa 2.000 Euro teurer als der normale Golf
Wie beim normalen Golf gibt es Extras wie die Fernlichtregulierung Dynamic Light Assist, die adaptive Fahrwerksregelung DCC, das Umfeldbeobachtungssystem Front Assist mit Citynotbremsfunktion, einen Spurhalteassistenten, einen Abstandstempomaten, einen Einparkassistenten sowie eine neue Generation von Radio- und Navigationssystemen. Das Top-Navi namens Discover Pro stellt einen WLAN-Hotspot sowie Google-Earth-Karten und Echtzeit-Verkehrsdaten zur Verfügung. Auch ein 400 Watt starkes Premium-Soundsystem mit Subwoofer und neuem Center-Speaker ist erhältlich. Erstmalig bietet VW in einem Golf auch ein beheizbares Lederlenkrad an.

Preise: Ab 19.625 Euro
Der Golf Sportsvan ist ab sofort bestellbar, die Auslieferung startet im Frühjahr 2014. Die Preise beginnen bei 19.625 Euro, das sind 400 Euro mehr als beim billigsten Golf Plus. Die günstigste Sportsvan-Version im Onlinekonfigurator, der 1.6 TDI Trendline mit 110 PS, kostet 23.800 Euro. Die entsprechende Golf-Version kostet 21.775 Euro, womit die Preisdifferenz bei etwa 2.000 Euro liegt. Ein Cross Golf wie es ihn bisher auf Basis des Golf Plus gab, ist derzeit nicht geplant, wie uns VW-Sprecher Kähler sagte. Der für einen Kompaktvan recht kleine Golf Sportsvan konkurriert mit zwei Modellen, die ähnlich kompakt und ebenfalls nicht sehr hoch sind, aber im Premiumsegment antreten: die Mercedes B-Klasse und der im Herbst 2014 startende BMW 2er Active Tourer. Man sieht: VW steht der Sinn nach Höherem. Da Audi keinen Kompaktvan im Programm hat, wird das wohl auch in Ingolstadt nicht auf Protest stoßen.

Premium-Ambitionen