Koreanische Mittelklasse-Limousine steht auf der IAA

Die Weltpremiere des neuen Kia Optima feierte der Hersteller bereits auf der New York Motorshow im Frühjahr 2015. Auf der Automesse IAA 2015 (17. bis 27. September) steht nun die Europaversion im Rampenlicht. Im Vergleich zum Vorgänger, der in Deutschland seit 2012 auf dem Markt ist, wuchs der Neue in allen Abmessungen. Er ist 4,85 Meter lang, 1,86 Meter breit und 1,46 Meter hoch, sein Radstand beträgt beachtliche 2,80 Meter. Das soll vor allem im Fond viel Platz bringen. Und weil wir schon bei den Maßen sind: Der Kofferraum fasst ordentliche 510 Liter, das sind fünf Liter mehr als bislang.

Neue Schürzen vorn und hinten
Im Aussehen unterscheiden sich die beiden Generationen nicht gravierend. Von vorn ist der Neue am markanten Knick in den Scheinwerfern und einer neuen Schürze mit seitlichen Lufteinlässen zu erkennen, der Kia-typische ,Tigernasen"-Grill ist geblieben. Schmalere Leuchten und ein luftiger gestylter Kofferraumdeckel sind am Heck die Unterscheidungsmerkmale.

Adaptive Dämpfer zu haben
Auf der Technik-Seite findet sich ein neu entwickeltes Fahrwerk, zudem sind jetzt auch adaptive Dämpfer bestellbar (nur für den Diesel). Die Motoren wurden überarbeitet und erfüllen die Euro-6-Norm. Zum Marktstart wird der bekannte 1,7-Liter-Diesel mit nun 141 PS angeboten – er wird laut Kia der meistgefragte Motor sein. Darüber hinaus gibt es den Zweiliter-Otto aus dem Vorgänger mit dann 163 PS.

Auch mit Doppelkupplung
Der Diesel kann mit einem neu entwickelten Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) verbunden werden. Diese Box hat Kia selbst entwickelt, sie wird unter anderem auch im überarbeiteten Cee´d eingesetzt. Im Vergleich zur vorherigen Automatik sinkt der Verbrauch pro 100 Kilometer auf 4,4 Liter. Eine Automatik ist zwar nach wie vor im Programm, bleibt aber dem Benziner vorbehalten.

Jede Menge Assistenten
In Sachen Sicherheit und Assistenzsysteme ist der neue Optima bestens gerüstet. Zur Serie gehört eine sogenannte Gegenlenkunterstützung (Vehicle Stability Management, VSM). Sie sorgt für eine optimale Abstimmung vom ESP mit der Lenkung und soll so die Stabilität beim Bremsen in Kurven erhöhen. Optional gibts einen Abstandstempomaten und einen autonomen Notbremsassistenten, der bei einer drohenden Kollision bis zum Stillstand bremst. Hinzu kommt ein kameragesteuerter Spurhalteassistent, der auch gegenlenkt. Zudem sind ein Fernlichtassistent, eine Verkehrszeichenerkennung, ein Toter-Winkel-Assistent und ein Querverkehrswarner fürs Rückwärtsfahren zu haben. Und: Rundumsicht-Kameras, DAB-Radio, eine JBL-Soundanlage und ein TomTom-basiertes Navisystem gibts ebenfalls in der Liste mit den Extras. Nettes Gimmick: In jeden Optima wird eine induktive Ladestation für Smartphones fest eingebaut.

Markteinführung noch 2015
Noch 2015 soll der neue Optima zu den deutschen Händlern kommen, der Preis ist noch nicht bekannt. Derzeit ist der Benziner für 24.990 Euro zu haben, der Diesel kostet 26.990 Euro. Im Jahr 2016 werden ein Plug-in-Hybrid und eine Sportversion die Palette ergänzen. Zum kommenden Sportler ist noch nicht viel bekannt, er wird vermutlich ,GT" heißen und mittels Turbolader über 230 PS aus einem Vierzylinder-Otto holen. Wann der Kombi erscheint, auf den es bereits beim Genfer Salon 2015 mit der Studie Sportspace eine Vorgeschmack gab, wurde leider noch nicht mitgeteilt.

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