Mazda 3, Mercedes Citan und Co.: Elf Fahrzeuge im Crashtest

Wie sicher sind neue Autos? Diese Frage stellen sich nicht nur potenzielle Käufer, auch die Prüforganisation EuroNCAP. Das ,European New Car Assessment Programme" (in etwa: Europäisches Prüfprogramm für neue Autos) hat jetzt elf aktuelle Fahrzeuge unter die Lupe genommen. Es handelt sich um den BMW i3, den EcoSport und Tourneo Connect von Ford, den Infiniti Q50 und den Maserati Ghibli. Dazu gesellen sich der neue Mazda 3, der Mitsubishi Outlander PHEV, der Nissan Note, der Peugeot 308 und der VW T5. Nochmals getestet wurde der Mercedes Citan.

Sicherheit hoch vier
Gleich mehrere Fahrzeuge eines Modells müssen bei EuroNCAP dran glauben. Geprüft wird in vier Kategorien: Der klassische versetzte Frontalaufprall mit 64 km/h zählt ebenso wie der seitliche Crash mit 50 km/h und der Seitenaufprall auf einen Pfahl mit 29 km/h zum Erwachsenen-Insassenschutz. Eine ähnliche Kategorie gibt es auch für Kinder, hier zählen auch Reaktionen von Kindersitzen und ein abschaltbarer Beifahrer-Airbag. Nicht unbedeutend für das Fahrzeugdesign ist die dritte Kategorie, der Fußgängerschutz. Vierte und letzte Kategorie sind die Sicherheitsassistenten wie Anschnallwarnung und Geschwindigkeitsbegrenzer.

Geteiltes Feld
Nur sechs der elf Fahrzeuge erhielten die Höchstwertung von fünf Sternen. Es handelt sich um den Ford Tourneo Connect, den Infiniti Q50, den Maserati Ghibli, den Mazda 3, den Mitsubishi Outlander PHEV und den Peugeot 308. Mit einem Wert von 95 Prozent liegt der Maserati beim Erwachsenen-Insassenschutz vorne, in der Kinder-Wertung erzielt der Mazda 3 mit 86 Prozent die Bestmarke. Dafür siegt der Maserati erneut beim Fußgängerschutz (74 Prozent). Bei den Assistenzsystemen erzielen fünf von sechs Fahrzeugen 81 Prozent, nur der Ford Tourneo Connect liegt bei 70 Prozent.

Abzüge für den i3
Überraschend ist das Vier-Sterne-Abschneiden der fünf restlichen Kandidaten, darunter auch der BMW i3. Das vielgepriesene Elektroauto mit Kohlefaserkarosserie schneidet beim Insassenschutz sehr gut ab, schwächelt aber beim Fußgängerschutz (57 Prozent) und den Assistenzsystemen (55 Prozent). Ein Grund für die nicht optimale Fußgänger-Note ist die recht hohe und kurze ,Motorhaube" des i3. Ähnlich ist es beim VW T5, hier haben Personen durch die sehr hohe Frontpartie kaum Chancen, auf die Haube zu fallen. Das Resultat: magere 32 Prozent. Mit jeweils 58 Prozent schneiden Nissan Note und Ford EcoSport besser ab, doch auch bei ihnen reicht es nur zu vier Sternen. Erneut getestet wurde der Mercedes Citan. Er hatte im letzten EuroNCAP-Crashtest beim Pfahlaufprall versagt und nur drei Sterne bekommen. Die verbesserte Version des Renault-Kangoo-Ablegers holt nun vier Sterne. Zulegen konnte der Citan in den Bereichen Kinder-Insassenschutz (von 69 auf 81 Prozent) und Sicherheitsassistenten (70 statt 33 Prozent).

Bildergalerie: Elf bei EuroNCAP