Was wäre wenn?! Der neue 2016er Honda Accord

Märkte können so schön verschieden sein: Während Honda den Vertrieb des Accord in Deutschland im Sommer 2015 ersatzlos eingestellt hat, bekommt die US-Kundschaft ab Ende August desselben Jahres ein umfangreiches Facelift spendiert. Was uns erwartet hätte, wenn wir hierzulande nur ein klein wenig öfter zum Honda-Händler gegangen wären, als bei VW, Opel oder irgendeinem französischen Hersteller vorstellig zu werden? Die US-Modellpflegen der Limousine und des Coupés verraten es uns.

Gestraffter Außenbereich
Die Designer versahen die Außenhaut des überarbeiteten Accord mit einem (laut Hersteller) sportlicheren Look. Dafür feilte das Gestaltungsteam an schärferen Front- und Heckschürzen, einer neuen Motorhauben-Optik sowie neuen Scheinwerfern mit Tagfahrlicht, neuen Nebellampen und neuen Heckleuchten. Während Letztere ab sofort serienmäßig mit LED-Technik arbeiten, sind das LED-Tagfahrlicht und die LED-Nebellampen erst ab der zweiten Ausstattungslinie ,Sport" mit an Bord. In die Radhäuser aller Modelle lassen sich Leichtmetallfelgen mit neuen Designs ordern (19 Zoll) und für den Innenraum hat Honda neue Farb- und Materialkombinationen ins Programm aufgenommen.

Mehr Infotainment, mehr Assistenz
Daneben rüsten die Japaner vor allem bei der Infotainment- und Assistenz-Technik auf: Die unter dem Oberbegriff ,Honda Sensing" zusammengefassten Sicherheitssysteme beinhalten jetzt eine Multi-Kollisions-Bremse, einen Kollisions- und Spurverlassenswarner, einen Spurhalteassistenten sowie einen Abstandstempomat. Dazu kommen Nettigkeiten wie eine 360-Grad-Kamera oder ein automatisches Fernlicht. In der Mittelkonsole befinden sich gleich zwei Displays. Das untere ist ein Siebenzoll-Touchscreen, das obere ein 7,7-Zoll-HD-Bildschirm, der sich über die Knöpfe am Multifunktionslenkrad bedienen lässt. Ebenfalls neu sind die Smartphone-Anbindungen über Apple CarPlay oder Android Auto.

Motoren, Getriebe und Preise
Die Limousine und das Coupé werden mit einem 2,4-Liter-Vierzylinder-Benziner (188 PS) oder einem 3,5-Liter-V6-Otto (282 PS) ausgestattet. Die Vierzylinder-Aggregate können mit einem stufenlosen CVT-Getriebe oder einer manuellen Sechsgang-Schaltung versehen werden. Der V6 arbeitet entweder mit einem manuellen oder einem automatischen Sechsgang-Getriebe zusammen. Typisch amerikanisch lässt sich der Motor natürlich auch schon von außen über den Funkschlüssel starten (funktioniert nur mit Automatik- oder CVT-Getriebe). Dieselmotoren – wie bis zuletzt in Deutschland angeboten – sind für den US-Markt prinzipiell nicht vorgesehen. Die Accord-Preise auf der anderen Seite des Teichs beginnen bei 22.105 US-Dollar ohne Steuern – umgerechnet rund 19.230 Euro.

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